Die 11 des Spieltags (7)

Brust raus!

Fabian macht's mit der Brust, Robben wird getunnelt und in Augsburg wird Mario Kart gespielt. Ungeschlagen auf der Rainbow Road: unsere 11 des Spieltags.

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Marco Fabian

Ok, es gibt Dinge, die auch wir mit der Brust gut können. Chipskrümel mit den Brusthaaren auffangen etwa, sie Tage später wiederfinden und unter Tränen der Scham essen. Und dann gibt es eben so Leute wie Marco Fabian, Frankfurts seit Wochen in Topform spielender Mexikaner, der mal eben den 2:2-Ausgleich gegen favorisierte Bayern mit der Brust über die Linie drückt, weil: yolo. Es war bereits das dritte Saisontor für Fabian, zwei weitere hat er vorbereitet. Da klatschen wir begeistert Applaus. Mit unseren Man-Boobs. 

Timothy Chandler

Bester Spieler in Frankfurt übrigens nicht einer der Weltklasse-Bayern, die ja eigentlich sogar auf der Position des Mannschaftskochs mittlerweile einen Nationalspieler stellen; nein, es war Timothy Chandler, der gegen den Rekordmeister mehr lief als Pete Dohertys Nase nach einem durchfeierten Wochenende. Chandler rannte seine Seite derart beherzt hoch und runter, dass Gegenspieler David Alaba seine Wadenkrämpfe nach dem Spiel zärtlich »Timmy« taufte, außerdem bereitete Chandler in der Schlussphase das 2:2 durch Fabian vor, auch wenn der Pass eher ein verunglückter Schuss war, womit wir en passant auch den Kreis zu Pete Doherty geschlossen hätten. Ha.

Jesus Vallejo / Arjen Robben

Eine wunderschöne Szene gab es übrigens direkt in der ersten Minute des Spiels, als Frankfurts 19-jähriger Innenverteidiger Jesus Vallejo im eigenen Strafraum unter Druck eine Situation souverän klärte, indem er seinem Gegenspieler Arjen Robben einen scharfen Pass einfach durch die Beine spielte. Dass beim 1:0 der Bayern wenig später wiederum Robben Vallejo den Ball durch die Beine schoss, verwunderte, schließlich hätten eigentlich die Cojones des jungen Spaniers im Weg sein müssen. Aber so ist das eben mit der ausgleichenden Gerechtigkeit: Sie findet einen Weg. 

Dieter Hecking

Nicht ganz so gut läuft es gerade für Dieter Hecking, dessen Wolfsburger derzeit so leblos auftreten, dass das Klinikum Wolfsburg dazu übergegangen ist, im Operationssaal Spielzusammenfassungen des VfL zu verwenden, um Anästhetika zu sparen. Nach dem 0:1 gegen, hier, äh, dings, steht der stinkreiche Konzernklub nur auf dem 14. Platz und für Hecking wird so langsam die Luft dünn. Aber kein Grund zur Sorge, in München wird ja demnächst eine Stelle frei.