Die 11 des Spieltags (5)

James wirklich wahr sein?

James und Vidal spielen »Wham«, Christoph Kramer geht K.o und Klaus-Michael Kühne dreht den Geldhahn zu. Wie immer ziemlich pleite: unsere 11 des Spieltags.

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James Rodriguez 

In München war James Rodriguez bereits auf dem Weg, der teuerste Bankangestellte seit Josef Ackermann zu werden. Dann durfte der Kolumbianer aber doch noch ran und zuckerte gegen Schalke einen Ball in den Lauf von Arturo Vidal, für den sich das gesamte Investment der Bayern bereits gelohnt hat, da dieser Assist bei einer Kunstauktion einen dreistellligen Millionenbetrag erlösen dürfte. Wobei wir an dieser Stelle nicht…

Arturo Vidal

... vergessen wollen, der den Zuckerpass mit einem Volley-Innenrist-Winkeltreffer veredelte. Für uns schon jetzt die beste Kooperation eines Duos seit »Wham« »Wake me up before you go go« geschrieben haben.

Daniel Baier

Es gibt eine ganze Reihe an Gesten, die wir zu unseren Lieblingsgesten zählen würden. Der Stinkefinger, natürlich. Der Poldi-Daumen. Der provokant hinters Ohr gehaltene Zeigefinger. Der Luca-Toni-Ohrdreher. Das Victory-Zeichen. Der Vulkanier-Gruß. Das West-Coast-W. Das East-Coast-E. Die schwingende Homer-Simpson-Achja!?-Drohfaust. Der Ronaldinho-Surfer. Das Boateng-M. Der Schweigefuchs. Die Italiener-beschwert-sich-Geste. Die Drei-Bier-bitte-Variante des Victory-Zeichens. Der Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger. Das Geld-Reiben zwischen Daumen und Zeigefinger. Der leider aus der Mode gekommene kleine Finger als Variante des Stinkefingers. Die nach oben geöffneten Handflächen als Zeichen des Unverständnisses. Aber unsere allerallerallerliebste Geste ist seit Dienstag abend der Daniel-Baier-Nudelschüttler. Dafür gibt’s von uns ganz klaar den Poldi-Daumen. 

Ralph Hasenhüttl

Wobei man natürlich auch sagen muss, dass es sich nicht unbedingt ziemt, den gegnerischen Trainer mit dem Nudelschüttler zu bedenken. Selbst dann nicht, wenn der Coach einem Verein vorsteht, der ebenjene Geste seit Gründung sämtlichen Verbänden, anderen Vereinen, Fans und der Fußballkultur im Generellen beständig zeigt, wenn auch nur im übertragenen Sinne. Wir stellen dem Poldi-Daumen also den Du-Du-Du-erhobenen-Zeigefinger zur Seite.

Christoph Kramer

Ein wenig Mitleid haben wir mit Gladbachs Christoph Kramer, der in den letzten Jahren derart oft ausgeknockt wurde, dass Axel Schulz schon anfängt, Kramer lange Briefe zu schreiben, weil er in ihm einen Seelenverwandten entdeckt hat. Im Spiel gegen Stuttgart kassierte Kramer sage und schreibe seinen vierten K.o. in drei Jahren. Die gute Nachricht: Er konnte das WM-Finale zu Ende spielen.