Die 11 des Spieltags (31)

Makoto Hasebe
Frankfurts Makoto Hasebe ist ein cleverer Typ. So clever, dass er in seiner japanischen Heimat sogar ein Buch geschrieben hat. Es heißt: »Die Ordnung der Seele – 56 Gewohnheiten, den Sieg zu erringen«. Ob eine dieser Gewohnheiten ist, seinem Gegner volle Möhre in die Fresse zu schlagen, wissen wir nicht, da es eine deutsche Übersetzung des Werks noch nicht gibt. Nach Hasebes üblem Ellbogenschlag gegen Herthas Davie Selke, der eine Gehirnerschütterung und Jochbeinprellung davontrug, scheint dies aber zumindest möglich.

Christoph Kramer

Für jemanden, der andauernd Ellenbogen mit seinem Schädel fängt, ist Christoph Kramer erstaunlich clever. Was er am Freitag mal wieder bewies. Da erwischte er die Wolfsburger Abwehr mit seinem listigen Freistoß derart kalt, dass in Olaf Rebbe Gerüchten zu Folge nach dem Spiel als Klimaanlage für seinen Touareg verpflichten wollte. Aber weil Kramer nicht blöde ist und genau weiß, dass Rebbe seinen Dienstwagen bald abgeben muss, machte er auch in dieser Situation alles richtig. Und sagte ab. Kompliment für so viel Köpfchen.


RB Leipzig
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Thomas Müller

Wäre Thomas Müller eine Aktie, hätten viele Banker sie vor ein paar Monaten abgestoßen. Weshalb sie sich spätestens im Frühling 2018, also quasi jetzt, grün und blau ärgern würden. Weil Thomas Müller endlich wieder performt. Gar so überzeugend, dass Detlev »D« Soost seit Wochen verzweifelt durch München irrt und »Recall« schreit. Unter der Woche drei Tore im Pokalhalbfinale, dieses Wochenende ein Tor und eine Vorlage in nur einer Halbzeit gegen Hannover. Falls sie es also irgendwo schlottern hören: Das sind die Knie von Sergio Ramos. Und, noch besser: Bald ist WM.

Nils Petersen

Bisher duellierte sich Nils Petersen gewissenhaft mit Meister Proper um den Titel als erfolgreichster Saubermann der Welt. Natürlich sportlich fair und ohne schmutzige Tricks. Aber, und dazu gratulieren wir dem Freiburger recht herzlich, diese Zeiten sind vorbei. Denn am Samstag war Petersen nach der Niederlage in Hamburg so sauer, dass er im Kabinengang rumpöbelte. Und sogar richtig gemein wurde: »Hoffentlich steigen die ab«, rief Petersen. Und meinte damit wahrscheinlich nicht seine Mitspieler! Will heißen: Neben Streich gibt es endlich einen zweiten Aggressivling in Südbaden. Im Abstiegskampf zweifellos eine gute Nachricht.

Marcel Risse
Immerhin: Wenn der 1.FC Köln absteigt, und danach sieht es ja aus, muss zumindest Marcel Risse nicht den Gang in die Zweite Liga gehen. Er kann auch ganz einfach an die Uni Köln wechseln und im Fach Physik über die völlig unmögliche Flugkurve seines Freistoßes zum 2:2 promovieren.