Die 11 des Spieltags (29)

Huntarbeit

Der HSV lebt wieder, Bayern München ist Meister und Kingsley Coman sprengt die Grenzen der Mathematik. Zählt Eins und Eins zusammen: unsere 11 des Spieltags.

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Aaron Hunt

Der Hamburger SV war bereits so tot, dass man zuletzt nur noch mit Anzug und Grablicht ins Stadion gehen konnte. Aber dann kam Christian Titz, und wie das mit Titz eben so ist: Sie wirken belebend. Hust. Entschuldigung. Naja. Auf jeden Fall profitiert auch Aaron Hunt vom Trainerwechsel, im Spiel gegen Schalke war Hunt einer der auffälligsten Akteure und schoss in der 84. Minute den Siegtreffer, und das mit einem Hammer, der uns fast das nächste anzügliche Wortspiel machen lässt, weswegen wir an dieser Stelle lieber fix zum nächsten Akteur kommen. 

Tatsuya Ito

Hihi, »kommen«. Naja. Ebenfalls sehr auffällig war HSV-Linksaußen Tatsuya Ito, der vor dem 2:1 die gesamte Schalke-Abwehr derart frisch machte, dass es nicht verwundert hätte, wenn er den ein oder anderen Verteidiger vor dem finalen Pass noch eben durch einen brennenden Reifen hätte springen lassen. Wunderschön. So viel Bewegung ist man in Hamburg eigentlich nur vom Trainermarkt gewohnt.

Douglas Santos

Ein besonderer Glückwunsch geht an dieser Stelle auch an Hamburgs Douglas Santos, der einen Einwurf vor dem 1:1 satte 34 Meter in den Strafraum schleuderte, wo Filip Kostic nur noch einzunicken brauchte. Das macht Mut: Sollte der HSV diese Saison tatsächlich absteigen, haben sie immerhin eine schlagkräftige Truppe für die nächste Kugelstoß-Bundesliga-Saison zusammen. 

Naldo

Ja gut, Naldo hat natürlich auch eine Stirn, die in Gelsenkirchen anfängt und irgendwo hinter Porto Alegre aufhört, aber dass der Brasilianer als Innenverteidiger bereits auf sechs Saisontore kommt, ist dennoch bemerkenswert. Insgesamt kommt Naldo nun auf 45 Bundesligatore, 32 davon per Stirn, zwei per Schläfe, drei per Schädeldach, eins per Hinterkopf und acht per Coneheads-Wurmfortsatz. Glückwunsch. 

Bayern München

Apropos Glückwunsch: Herzlichen Glückwunsch an den FC Bayern München zur sechsten Deutschen Meisterschaft in Folge. Ganz unironisch. Und eine kleine Bitte hinterher: Reicht jetzt auch mal.