Die 11 des Spieltags (26. Spieltag)

Fachgerecht rasiert

Es geht um Thilo Kehrers Beule, Titz und Fick. Kam (fast) ohne billigen Pennälerhumor aus: die 11 des Spieltags.

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Philipp Max
Augsburgs Linksverteidiger kann im Sommer leider nicht zur Weltmeisterschaft fahren. Er muss auf Anordnung des Bundeskanzleramts eine Fortbildung zum Chefdiplomaten durchlaufen. Der Grund: Max hat derart viele Pässe auf Lager, dass er ohne Probleme in jedes Land der Welt einreisen darf. Herzlichen Glückwunsch.

Thilo Kehrer
In der Schulzeit gab es einen Kumpanen, der sich auf einer Klassenfahrt eine gigantomanische Beule einholte, wohlgemerkt — das muss anhand der frühpubertären Entwicklungsstufe eingeworfen werden — an der Stirn. Die Besonderheit: Die Beule ging nie mehr weg. Aus medizinischer Sicht ein echtes Rätsel und auch für uns ein Mysterium. Irgendwann fanden wir uns damit ab, ernannten »Jays Beule« zum festen Mitglied unseres Freundeskreis und feierten kurz vor dem Abitur gemeinsam seinen siebten Geburtstag. Am Freitagabend kassierte Thilo Kehrer beim Zweikampf mit Mainz’ Quaison eine ähnlich große Schwellung über dem rechten Auge. Trotzdem spielte er tapfer bis zum Abpfiff weiter und ging ohne Zögern in jedes Kopfballduell. Aus Erfahrung ist ihm trotzdem zu wünschen, dass der Golfball über der Augenbraue bis zur nächsten Woche abschwillt.

Josha Vagnoman
Mit 17 Jahren und 89 Tagen ist Josha Vagnoman der jüngste Spieler, der je für den Hamburger SV in einem Bundesligaspiel auflief. Seine Nominierung verdiente sich der junge Mann aber vielmehr mit einem preisverdächtig lustlosen Gesicht, als ihn Bernd Hollerbach beim Stand von 0:4 gegen die Bayern einwechselte. Eine Fresse, die wir nur ziehen würden, wenn wir zu einem Mario-Barth-Auftritt, zum Proktologen oder zu RB-Leipzig-Spielen gehen müssten. Obwohl das wahrscheinlich alles wesentlich lustiger ist, als sich zehn Minuten später von Franck Ribery nach allen Regeln der Kunst auseinandernehmen zu lassen. Leidige Mimik inklusive.

Der Friseur aller HSV-Spieler
… der vorerst arbeitslos ist. Alle Kunden wurden am Samstag fachgerecht rasiert.

Die Abwehrkette von Bayer Leverkusen
Die Defensive in Leverkusen agierte derart ruhig und besonnen, dass Gerüchten zufolge zwei Pharmazeutiker von Bayer noch am Abend zum Patentamt Leverkusen-West flitzten, um sich die Rechte zu sichern. Nicht, dass noch jemand auf die Idee käme, ein derart kostengünstiges Konkurrenzprodukt zum Ritalin anzubieten. Die Bender-Zwillinge, Jonathan Tah und Wendell rührten unterdessen derart viel Beton an, dass noch in der kommenden Woche eine dringend benötigtes Parkhaus an der Bay-Arena eröffnet werden kann.