Die 11 des Spieltags (25)

Kriegsgott Arturo

Arturo Vidal ist ein laufendes Brusthaartoupet, die Fans des VfL Wolfsburg müssen nachsitzen und Armin Veh wurde gegangen. Sitzt wieder nur rum: unsere 11 des Spieltags.

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Arturo Vidal
Ein 0:0 der besseren Sorte durften wir am Samstag in Dortmund beobachten. Bester Spieler auf dem Platz: Bayerns Arturo Vidal, von dem wir sicher sind, dass er in direkter Linie von einem bluttrinkenden Inka-Kriegsgott abstammt. Der Mittelfeldspieler ging im Spiel gegen Dortmund derart bosshaft voran, dass es sein Trikot im Fanshop demnächst nur noch mit integriertem Brusthaartoupet gibt. Kleines Manko: Keine seiner beiden guten Chancen konnte Vidal nutzen. Wahrscheinlich, weil er seinem Vorfahr vor dem Spiel nicht genug Menschenopfer dargebracht hatte.

Roman Bürki
Wobei man sagen muss, dass Vidal auch an einem großartigen Roman Bürki scheiterte, der bei Vidals Schuss aus kürzester Distanz den Arm schneller hochbekam als die Jungs am »Magma«-Set, wenn der Regisseur »Wer ist der Nächste?« ruft. Bereits in der ersten Halbzeit hatte Bürki den BVB mit einer Parade gegen Costa im Spiel gehalten, der Mann macht derzeit einen so sicheren Eindruck, dass wir ihm gerne unsere Ersparnisse anvertrauen würden. Leider haben wir keine.

Joshua Kimmich / Pep Guardiola
Ebenfalls ein gutes Spiel machte Bayerns Aushilfsinnenverteidigerteenagerallzweckwaffe Joshua Kimmich, der für seine Leistung nach Abpfiff von Trainer Pep Guardiola geschmusprügelt wurde. Eine Mischung aus Zuneigung und Dresche, die wir sonst nur aus der Fetischecke unserer Videothek kennen. Nach dem Spiel fand Guardiola dann nur die wärmsten Worte für Kimmich, er sei »einer der besten Innenverteidiger der Welt«. Möglich aber auch, dass Guardiola das nur sagte, um das Jugendamt von Ermittlungen abzuhalten.

Die Fans des VfL Wolfsburg / Eintracht Braunschweig
Für Lacher sorgten am Wochenende die Fans des VfL Wolfsburg, die sich mit einem fehlerhaft beschriebenen Plakat in unsere Herzen bannerten. Dazke dafür. »Wir werden immer hinter uns bleiben«, stand auf dem Banner, das entweder niemand gegengelesen hatte, oder aber auf das sehr gesittete Verhalten der Fans in den Schlangen vor den VfL-Kassenhäuschen anspielte. Offensichtlich aber zielte das Banner in Richtung der rivalisierenden Anhänger aus Braunschweig, die sich, gemeinsam mit jedem anderen fußballaffinen und des Lesens mächtigen Menschen im Land, über die Fans des VfL lustig machten und schon am Sonntag mit einem sehr lustigen Banner darauf antworteten. Wir verbleiben derweil mit leisem Gekicher und der Bitte: Gebt euch nicht auf. Lernt lesen und schreiben.