Die 11 des Spieltags (24)

Der 11.04.1954 und Max Kruse

Ralph Hasenhüttl

Kompliment auch an Ralph Hasenhüttl, der mit Leipzig zum ersten Mal in seiner Amtszeit drei Spiele am Stück verlor. Und der trotz dieser Mega-Krise und dem daraus folgenden, massiven Image-Schaden für seinen Arbeitgeber noch nicht von Ralf Rangnick öffentlich gesteinigt wurde. Und das, obwohl der Chef im Angesicht der Katastrophe natürlich keinen Stein auf dem anderen lassen kann. Weiter so. 


11.04.1954

Ein möglicherweise extrem angeödeter britischer Wissenschaftler ermittelte einst (kurz bevor er mit offenem Mund schnarchend auf einem grauen Sofa einschlief), dass der 11. April 1954 der langweiligste Tag aller Zeiten ist. Kein Star gestorben, kein Star geboren, kein Atom-Krieg-heraufbeschwörender Trump-Tweet, kein im Flugzeug explodierendes Pamela-Anderson-Silicon-Kissen. Nüscht. Seit der Samstagskonferenz der Bundesliga ist der 11.04.1954 aber offiziell nur noch der zweit-langweiligste Tag aller Zeiten. Weswegen wir ihm an dieser Stelle gerne nachträglich mit einem dreifach angesetzten Anstands-Gähner und dem offiziell zweit-langweiligsten Video aller Zeiten gratulieren würden. Wenn wir doch nur die nötige Motivation dazu aufbringen könnten. Oder nach 37 Stunden zumindest aufhören könnten, im Redaktionskeller gegen uns selber eine Demoversion von »Siedler« zu spielen. Aber na gut, hier kommt das Video:


Dominik Kohr
So viel ist klar: Wer sich für ein Interview als Schlachter fotografieren lässt, benutzt das Wort »Lotion« nur im äußersten Notfall (VERLINKUNG). Anders ausgedrückt: Dominik Kohr ist eher nicht von der zimperlichen Sorte. Gegen Schalke sah er gleich in der ersten Halbzeit seine Gelben Karten Nummer acht und neun in dieser Saison, was in der Summe Gelb-Rot und Platzverweis bedeutete. Man könnte jetzt sagen, der junge Mann sei zu brutal und solle in Zukunft ein bisschen besser aufpassen auf sich und das Fleisch seiner Gegner. Oder man freut sich, dass Breel Embolos Fleisch bei Kohrs zweitem Foul gar nichts passiert ist, dafür jetzt aber endlich das perfekte Symbolbild für den Ausdruck »Tritt vors Schienbein« existiert. Klassische Win-Win-Situation. 



Mark Flekken
Außer, dass er mit Vornamen nicht »Rotwein« heißt, macht Mark Flekken verdammt viel richtig. Er ist Stammkeeper bei einem Traditionsklub wie dem MSV Duisburg, schoss in der dritten Liga sogar mal ein Tor und ist außerdem fast zwei Meter groß. Jetzt sorgte er auch noch, obwohl er nicht mal in der ersten Liga spiel, für das einzige wirkliche Bundesliga-Highlight des Spieltags. Weil er statt sein Tor zu hüten lieber einen tüchtigen Schluck aus seiner Trinkflasche nahm (hier geht's zum Sensations-Video). Und zufälligerweise haben wir erst kürzlich aus sicherer Quelle erfahren, dass es nie falsch ist, sich einen tüchtigen Schluck zu genehmigen. 

Max Kruse
Von 13 Spielen gegen den HSV hat Max Kruse in seiner Profikarriere genau kein einziges verloren. Sicher, derzeit müsste man sich auch ungemein anstrengen, um gegen den HSV ein Spiel zu verlieren, trotzdem eine beachtliche Zahl für den Bremer Lebemann. Und eine ulkige Zahl noch dazu, weil die 13 zufälligerweise genau der Anzahl an Bremer Spielerfrauen entspricht, die eigentlich lieber mit ihm verheiratet wären. Sachen gibt’s…