Die 11 des Spieltags (23)

Weißbierembargo in Leverkusen

Mark Uth
Was sich zunächst anhört, als würde Pirat Baba aus »Asterix« versuchen, seine Sympathie für Robert Huth zum Ausdruck zu bringen, ist in der Tat Hoffenheims Doppelpacker vom Wochenende. Mit seinen zwei Toren gegen Mainz ließ Mark Uth die Herzen sämtlicher klubbesitzender Multimilliardäre des Kraichgaus höherschlagen, das 3:2 gegen Mainz verschafft der TSG nun neuen Aufwind im Abstiegskampf. Was natürlich ganz großartig blabla, machen wir lieber weiter.

Sandro Wagner
Unser Dank gilt an diesem tristen Montag übrigens auch Darmstadts Sandro Wagner. Nicht nur, weil er mit seinem Robot-Dance-Jubel dafür gesorgt hat, dass wir uns nicht mehr für unsere Tanzskills schämen müssen und nun mit unseren Mädels im »Mega Park« befreit über die Tanzfläche hüpfen können, wenn endlich Natalie Imbruglias »Torn« gespielt wird. Sondern auch, weil er uns durch sein 1:0 gegen München zumindest eine Weile die Hoffnung auf die größtmögliche Sensation der Saison schenkte. Danke dafür.

Mahmoud Dahoud
Wahnsinn, wie gut Gladbachs Mahmoud Dahoud ist. Gegen Köln machte der erst 20-Jährige das entscheidende Tor und zog überdies derart bosshaft die Fäden im Mittelfeld, dass er demnächst bei Auswärtsspielen am Flughafen wahrscheinlich einen Gepäck-Aufschlag zahlen muss – für seine Cojones. Spielt er so weiter, könnte er sogar noch in den Flieger nach Frankreich zur EM steigen. Wir würden dann auch die Gepäckkosten übernehmen. Vielleicht.

Rudi Völler / Roger Schmidt / Felix Zwayer
Wow, was für Szenen im Topspiel am Sonntag zwischen Leverkusen und Dortmund. Roger Schmidt ist bockig und will nicht auf die Tribüne, Felix Zwayer unterbricht das Spiel und stapft in die Kabine und Rudi Völler rudivöllert sich wütend durch die Interviews, als gälte es, ein weltweites Weißbierembargo durchzusetzen. Wäre dieses Spiel ein klassisches Gemälde, es wäre ein Stillleben mit Roger Schmidt als Leberwurst, Rudi Völler als Springteufel und Felix Zwayer als Regelbuch, gemalt von Katja Saalfrank, in Acryl und Galle auf Beschwerdebrief, gerahmt in einem Kasperletheater und an die Wand gehängt von Pierluigi Collina per bösem Blick.