Die 11 des Spieltags (22)

Die Schlenzramme

Werder machts wie Rammstein, Oliver Mintzlaff ist eigentlich ein Satire-Kunstprojekt und Marius Wolf das nächste Raketenprojekt von Elon Musk. Hier kommt unsere 11 des Spieltags.

imago

Florian Kainz

Matchwinner beim 3:1-Sieg der Bremer war Florian Kainz, auch wenn man natürlich sagen muss, das der Gegner aus Wolfsburg mal wieder so blutleer auftrat, dass das Rote Kreuz den VfL als Werbepartner für die nächste Blutspende-Aktion gewinnen will. Kainz steuerte beim 3:1-Sieg der Bremer zwei Tore bei, insbesondere das erste war eine wunderschöne Mischung aus Schlenzer und Dampframme, für die wir an dieser Stelle das Wort »Schlenzramme« erfinden wollen, was übrigens auch der Bandname unserer noch zu gründenden Coverband sein wird, in der wir Guildo-Horn-Songs im Rammstein-Duktus spielen werden. Und apropos Schlenzramme, herzlich willkommen in der 11 des Spieltags…

Zlatko Junuzovic

Junuzovic prügelt seine Eckbälle nämlich derart kompromisslos in den Fünfmeterraum, dass Österreich das erste Mal seit Jahrzehnten eine Militärparade plant, nur um Junuzovics rechten Fuß dort präsentieren zu können.

Marius Wolf

Von der Ersatzbank von Hannovers Regionalliga-Mannschaft zum Leistungsträger in der Bundesliga: Frankfurts Marius Wolf hat eine derart raketenartige Entwicklung genommen, dass er aufpassen muss, nicht aus Versehen von Elon Musk auf den Mars geschossen zu werden. Beim 4:2-Sieg gegen Köln war Wolf der überragende Mann auf dem Platz, schoss ein Tor selbst, bereitete zwei vor und leitete ein weiteres ein. Und Hannovers Zweite? Liegt auf Platz Sechs der Regionalliga Nord, zwischen St. Pauli 2 und Jeddeloh. Bitter. 

Marco Russ

Schöner noch als die Vorstellung von Marius Wolf war nur noch Marco Russ’ Tor zum 2:1. Das Tor selbst war zwar ein relativ handeslüblicher Kopfball nach Freistoß, es war jedoch Russ’ erstes Pflichtspieltor seit seiner Krebserkrankung. Darüber hinaus gewann Russ noch erstaunliche 88 Prozent seiner Zweikämpfe, was uns zu der Frage führt, ob er den scheiß Krebs vielleicht auch per kernig geführtem Zweikampf besiegt hat. Zuzutrauen wäre es ihm. 

Oliver Mintzlaff
Glückwunsch an Oliver Mintzlaff, der mit seiner Aussage zur 50+1-Regel: »Es kann nicht sein, dass da jemand mit viel Geld kommt und alles durcheinander wirbelt«, die er am Sonntag beim Wontorra-Talk auf »Sky« tätigte, den Titel bei der Realitätsferne-WM souverän gesichert hat, und zwar in der Kategorie »Realsatire«. Ob Mintzlaff im Anschuss an das Interview lachend zusammenbrach, ob er seine Maske abnahm und Jan Böhmermann zum Vorschein kam oder ob er noch vom Fleck weg von Kellyanne Conway als neuer Propaganda-Minister Donald Trumps verpflichtet wurde, wissen wir leider nicht. Wir tippen aber auf ja, ja und ja. 

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!