Die 11 des Spieltags (21)

Bas, Bas, wir brauchen Bas

Bas Dost schnürt den Viererpack, Marco Reus Außenrist ist unterbezahlt und in Gladbach wird der Platz gestürmt. Wie immer Sturm und Drang: unsere 11 des Spieltags

Imago

Bas Dost
Mann des Wochenendes war ganz klar Wolfsburgs Bas Dost, der sich bei seiner Vier-Tore-Gala beim 5:4 in Leverkusen treffsicherer zeigte als Boris Becker einst in einer Londoner Besenkammer. Insbesondere sein Tor zum 3:0 verdient Beachtung, bei dem er den Ball mit einer leichten Berührung seines Außenrists ins lange Eck hauchte. Ein Tor, so wunderschön, dass Das Bo noch während der Sportschau den Refrain seines einstigen Sommerhits »Türlich, Türlich« spontan noch in »Bas, Bas, wir brauchen Bas« abwandelte.

Marco Reus
Wo wir gerade beim Thema Außenrist sind: Marco Reus Fantasie-Außenristpass zum 3:2 gegen Mainz war so sensationell, dass Riquardo Quaresma gerüchteweise zur Pilgerreise nach Dortmund aufgebrochen ist, um Reus rituell die Füße zu waschen. Es scheint, als habe Reus’ Vertragsverlängerung für einen Ruck im Team des BVB gesorgt, nach seinem Außenristpass soll nun aber nochmal nachverhandelt werden. Grund: Der Außenrist fühlt sich unterbezahlt.

Thomas Schaaf
Gratulieren wollen wir an dieser Stelle Thomas Schaaf, der sein 500. Bundesligaspiel als Trainer mit 1:0 gegen Schalke gewonnen hat. Wie er übrigens auch sein erstes Bundesligaspiel mit 1:0 gegen Schalke gewonnen hat. Dem Gesetz der Serie nach müsste er also im Jahre 2032 sein 1000. Spiel als Trainer mit 1:0 gegen Schalke gewinnen. Wir haben bereits eine Hypothek auf die Redaktion aufgenommen, um das Geld darauf zu wetten. Jetzt heißt es zurücklehnen und warten, bis der Rubel rollt.

Lucas Piazon
Der »11FREUNDE-Presslufthammer« in Edelstahl geht diese Woche an Lucas Piazon, der es mit seinem Tor zum 1:0 gegen Schalke schaffte, den vielbeschworenen Gelsenkirchener Granit aufzubrechen. Das freut uns nicht nur, weil wir Tore per se für die schönste Sache neben Sex, Ausschlafen und Hackfleisch halten, sondern vor allem, weil uns nun Wortspiele der Boulevard-Kollegen erspart bleiben, die Schalke-Coach Roberto Di Matteo bereits als »Roberto Di Mörtel« tituliert hatten. Für uns Wortspiel-aficionados ein ernstzunehmendes Vergehen, das wir dem Internationalen Kalauer-Gerichtshof unter der Leitung von Dr. F. Asmussen bereits gemeldet haben.

Alban Meha
Quasi der Außenrist des kleines Mannes ist ja der Spann. Und auch den Spann finden wir toll, denn auch damit kann man wundervolle Tore schießen. So wie Paderborns Alban Meha, der einen Freistoß per Spann zum Siegtreffer gegen Hannover gnadenlos in die Maschen prügelte. Ein Freistoßtor, so sexy, dass bei Meha demnächst nicht mehr Paderborn sondern Paderporn auf dem Trikot stehen soll.