Die 11 des Spieltags (14)

Um Hummels Willen

Mats Hummels schmort auf der Bank, die Bayern siegen nur 2:0 und Huub Stevens knurrt sich durch die Pressekonferenz. Spuckt wieder große Töne: unsere 11 des Spieltags.

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Pierre-Emerick Aubameyang
Der treue Leser weiß: Wir haben ein sehr intensives Verhältnis zu Lupfertoren. Manche von uns feiern sie einfach nur ab, andere nehmen sie auf VHS auf, geben der Kassette einen Namen, schminken sie und nehmen sie Weihnachten mit nach Hause, um sie der Familie vorzustellen. So geschehen bei Pierre-Emerick Aubameyangs 2:0 gegen Stuttgart, als der Gabuner einen Lob aus dem Fußgelenk zauberte, der noch heute morgen für Herzrasen und Schmetterlinge im Redakteursbauch sorgte. Wobei natürlich auch die sensationelle Vorarbeit von…

Gonzalo Castro
gewürdigt werden muss. Castro steckte einen langen Pass von Bender mit der Hacke durch die Gasse zu Aubameyang. Ein so wunderschöner Assist, dass Zlatan Ibrahimovic und Uwe Bein noch während der Sportschau miteinander telefonierten und beschlossen, gemeinsam ein Kind zu adoptieren und es Gonzalo zu nennen.

Mats Hummels
Aber auch unter Gewinnern gibt es Verlierer. Wer das nicht glaubt, kann gerne mal bei unserem wöchentlichen »Magic, the Gathering«-Mittwoch vorbeischauen (Kuchen mitbringen, bitte), oder eben jenes Dortmundspiel vom Sonntag als Beweis nehmen, in dem Mats Hummels das erste mal seit 1764 nicht in der Dortmunder Startelf stand, sondern mit der Bank vorlieb nehmen musste. Gerüchten zufolge mussten die anderen Ersatzspieler Hummels erst erklären, wie eine Ersatzbank funktioniert. Zunächst soll er sich auf die Sitzfläche gestellt und seinen Nebenleuten lautstark Kommandos erteilt haben.

Jürgen Kramny
Es gibt in Indien eine Kaste, deren traditionelle Arbeit es ist, die Plumpsklos der anderen Kasten zu leeren. Einer statistischen Erhebung der 11FREUNDE-Rechercheabteilung hat ergeben, dass dies der einzige Job weltweit ist, der derzeit noch beschissener ist, als Trainer der VfB Stuttgart zu sein. Immerhin: Interimstrainer Jürgen Kramny debütierte beim wohl zweitbesten Team des Landes, da kann man mal vier Stück bekommen. Und so schlecht war die Vorstellung des VfB nun auch nicht. Aber wenn Kramny nicht schnellstens die Löcher der wirklich arg löchrigen VfB-Defensive stopft, wird auch er sich in absehbarer Zeit einen neuen Job suchen können. Zum Beispiel…, ach, egal.

Georg Niedermeier
Es gibt so Tage, da sollte man einfach im Bett bleiben. Für Stuttgart-Fans heißen solche Tage derzeit Wochentage, für Abwehrspieler Georg Niedermeier wäre der Sonntag ein solcher gewesen. Beim 1:4 in Dortmund traf Niedermeier unglücklich zum 1:3 ins eigene Netz, und das ausgerechnet in jenem Spiel, in dem er nach längerer Zeit mal wieder von Beginn an randurfte. Mit Niedermeiers Eigentor hat der VfB nun nach nur 14 Spielen bereits vier Eigentore geschossen. Immerhin da sind sie spitze.