Die 11 des Spieltags (12)

Alex Meier bis Thorsten Fink

Alex Meier
Bislang war es doch immer so: Frankfurts Alex Meier gehörte zu den Fußballern, die irgendwie zu gut für die zweite, aber irgendwie zu schlecht für die erste Liga waren. Die Eineinhalb-Bundesliga wäre Meiers Territorium gewesen, aber, ach, die gibt es ja leider nicht. Gut für Meier, gut für die Eintracht, dass diese Zeiten offenbar vorbei sind, nach seinem dritten Doppelpack in dieser Saison (gegen Hoffenheim, gegen Freiburg, nun gegen Augsburg) führt er gemeinsam mit Mario Mandzukic von den Bayern die Torschützenliste an (neun Tore) und ist der personifizierte Beweis für den so erstaunlichen Frankfurter Erfolg (nach zwölf Spieltagen auf Platz drei). Wo wir heute so bei Spitznamen sind – auch Meier hat inzwischen einen. Kapitän Pirmin Schwegler erklärte: »Er ist unser Doppelpack-Meier.« Sehr kreativ!

Mario Götze
Die Barden von »Blumentopf« wissen es schon seit Jahren: »Es dreht sich alles nur um Autos und Frauen, denn Autos und Frauen machen uns glücklich.« Stimmt. Wir würden diese Textzeile ergänzen, zumindest nach einem Mario-Götze-Wochenende wie diesem: »Es dreht sich alles nur um Autos und Frauen und Götze-Solos, denn Autos und Frauen und Götze-Solos machen uns glücklich.« Wer es nicht gerade mit Schalke 04 hält, wird bei Götzes Tor gegen Fürth einen kurzen Schuss gute Laune verspürt haben, einfach, weil so viel Leichtigkeit, Geschwindigkeit und Technik nicht unbedingt alltäglich sind in der Bundesliga. Danke dafür.

Klaus Allofs
Die monströse Daunenjacke mit dem »W«, die Frisur, der Jubel, die geballte Faust – alles war wie immer, als Klaus Allofs am Sonntag bei einem Tor seiner Mannschaft von der Bank aufsprang. Einziger Beweis für den Jobwechsel: Auf der Allofschen Daunenjacke prangte zwar ein »W«, aber es gehörte zum VfL Wolfsburg und nicht zu Werder Bremen. Muss man nicht gut finden, wie der Manager in Rekordzeit die Pferde umsattelte. Aber wenn wir mal ehrlich sind, interessiert uns doch eh nur das, was aufm Platz ist.

Manager-Posten in Bremen
Aussagekräftige Bewerbungen bitte an: »SV Werder Bremen GmbH & Co KGaA, Franz-Böhmert-Straße 1c, 28205 Bremen«.

Thorsten Fink
Für uns das Zitat des Wochenends: »Das Reh springt nicht von allein ins Maul des schlafenden Löwen.« Die Erklärung: HSV-Mann Heung-Min Song (Löwe) hatte per Abstauber (nicht von allein) das einzige Tor des Tages gegen den FSV Mainz (Reh) erzielt.