Die 11 des Spieltags (12)

Cheers!

Roman Bürki und Marc Bartra stehen Model für das Sportfoto des Jahres, Benjamin Henrichs macht blau und Max Kruse alles richtig. Wie immer knapp daneben: die 11 des Spieltags.

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Mark Uth
Während vielleicht ganz Deutschland, zumindest aber ganz Hoffenheim (Einwohner: 3.263), über einen möglichen Sandro-Wagner-Transfer diskutiert, zeigte einer, dass er die freie Rolle wohl übernehmen könnte: Mark Uth spielte gegen Frankfurt nicht nur besser, sondern schoss auch das 1:1 in der 91. Minute. Zugegeben: mit viel Schützenhilfe der Eintracht. Das Tor war bereits der vierte TSG-Treffer nach Ablauf der regulären Spielzeit. Aber es gibt bekanntlich schlimmere Dinge, als spät zu kommen. Zu früh zu kommen, zum Beispiel. Rückfragen bitte an die 11FREUNDE-Redaktion.

Der Fotograf des Bürki-Bartra-Patzers
Wer jetzt genau Schuld trägt an dem Patzer des BVB vor dem 1:0 der Stuttgarter, da schieden sich die Geister. Wahrscheinlich Roman Bürki, der ja eigentlich immer Schuld sein soll. Vielleicht aber auch Marc Bartra mit seinem miesen Zuspiel (zudem: auf Bürkis kurze Ecke). Fest steht aber, wer aus dieser Szene als Sieger hervorgeht: der Fotograf, der sich nun berechtigte Hoffnungen auf das Sportfoto des Jahres machen darf. 

Die Heimstärke des VfB Stuttgart
Zuhause ist es immer noch am schönsten, wissen auch die Heimscheißer von 11FREUNDE. Gratulieren darf man deshalb den VfB-Fans, die sich in diesem Jahr eine Dauerkarte zulegten und saisonübergreifend im Kalenderjahr 2017 noch keine Stuttgarter Niederlage sehen musste. Tolle Sache. Nach dem Sieg über Dortmund war Daniel Ginczek so euphorisch, dass er gleich mal sagte: »Wenn man so eine Mannschaft schlägt, dann kann gefühlt jeder Gegner kommen.« Weshalb wir freundlich auf den 16. Dezember hinweisen. Dann kommen nämlich die Bayern.

Die Effizienz von Borussia Mönchengladbach
Einen Fehler eiskalt ausgenutzt, einen Handelfmeter verwandelt und ein Sonntagsschuss von Raffael. Schon stand es nach 20 Minuten 3:0 für Gladbach in Berlin. Ziemlich bitter für die Hertha war nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Effizienz der Borussia. Die schoss nämlich nur achtmal aufs Tor - und traf trotzdem gleich viermal. Gerüchten zufolge musste Dieter Hecking sogleich in der Hauptstadt bleiben, war als Innovationsmininster im Gespräch. Die FDP sagte ab.

Franco di Santo
Eins ist klar: Wer zurzeit säuft bis di Santo trifft, feiert die kürzeste Fete seit unserer letzten Hausparty. Der Nachbar: Polizeihauptkommissar.

Die Ruhe in Freiburg
Tabellenplatz 17, seit fünf Spielen ohne Sieg und auch gegen Wolfsburg setzte es eine saftige 1:3-Ohrfeige. Aber Freiburg wäre nicht Freiburg, wenn nicht trotzdem allerorts Ruhe und Besonnenheit herrschen würde. Trainer Christian Streich analysiert sachlich: »Wir haben ein bisschen wenig Spiele gewonnen seit Juli. Das ist äußerst unangenehm.« Wir meinen: Hoffentlich packt es Freiburg trotzdem irgendwie. Falls nicht, steht der sympathischste Absteiger aber fest.