Die 10 schönsten, bisher unbekannten Peter-Crouch-Anekdoten

Peterchens Mundart

Peter Crouch beendet seine Karriere. Was unfassbar schade ist, gilt er doch als unterhaltsamster Fußballer Englands. Weswegen er sogar einen eigenen Podcast hat. Egal ob Prinz Harry, Steven Gerrard oder Trinidad & Tobago: Crouch hat zu jedem Thema eine gute Geschichte parat.

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1.

Zwischen 2005 und 2008 spielte Peter Crouch in Liverpool mit Über-Legende Steven Gerrard zusammen. Der, so ist das als Teamkollege von Peter Crouch nun mal, ab und zu auch am Glas gefordert war. Weil Steven Gerrard in den Straßen Liverpools ob seines gottähnlichen Status allerdings leichter für Chaos sorgt als Niels Ruf beim Stichwort #metoo, konnte sich Steven Gerrard nicht einfach so und ohne Tarnung ins Nachtleben seiner Heimatstadt stürzen. Weshalb er eines Tages mit extra angefertigter Gummi-Maske auf dem Kopf und elektrischem Rollstuhl unter dem Gesäß gen Theke rollte. »Er sah aus wie ein alter Mann«, freut sich Peter Crouch noch heute. »Er hatte sogar eine Pfeife dabei. Er rollte einfach aus dem Club und unerkannt an den wartenden Paparazzi vorbei.«

2.
Nochmal Nachtleben, nochmal ein bestens getarnter Teamkollege von Peter Crouch. In diesem Fall geht es um Paul Murray, mit dem Crouch zu Beginn seiner Karriere bei den Queens Park Rangers zusammenspielte. Jeden Dienstag genehmigten sich die Spieler damals ein paar Drinks in einem Irish Pub, schließlich hatte die Mannschaft mittwochs immer frei. Eines dienstags machte Murray, laut Crouch ein »kleiner und gelenkiger Typ«, etwas zu viel Theater – und flog raus. Doch weil Murray offenbar keine Lust hatte, nach Hause zu gehen, ließ er sich zurück in die Kneipe schmuggeln. In einer Sporttasche. Zwei Stunden lang versteckte sich Murray in der Tasche und trank munter weiter.

3.
Super sind auch die Anekdoten über Crouch und seinen Signature-Torjubel, den Robot-Dance. Seinen Anfang nahm alles auf einer Privatparty von David Beckham, die dieser – logisch – vom Fernsehen begleiten ließ. »Ich ging zur Toilette und legte auf dem Weg für Carragher, Owen und Gerrard eine kleine Tanzeinlage ein«, erzählt Crouch. »Ich hatte ihnen den Rücken zugekehrt und dachte, sie würden sich darüber freuen.« Als er sich umdrehte, lachten sich tatsächlich alle kaputt. Allerdings vor allem, weil Carragher den Kameramann angetippt und dieser die Szene dokumentiert hatte. Am Tag nach der Ausstrahlung berichteten die englischen Zeitungen begeistert über Crouch und seine besondere Begabung. Sein nächstes Tor feierte Crouch dann per Tanz.


4.

Irgendwann wurde die Euphorie um seinen Roboter-Jubel so groß, dass darunter sogar namhafte Bands wie die Arctic Monkeys zu leiden hatten. Als Peter Crouch bei einem Konzert der Band von anderen Zuschauern auf der Tribüne entdeckt wurde, drehten sich plötzlich hunderte Besucher weg von der Bühne, hin zu Crouch. »Sie forderten den Robot-Dance. Und, was soll ich sagen? Manchmal muss man den Leuten geben, was sie wollen.«

5.
Eine ähnliche Szene spielte sich 2006 bei der WM in Deutschland ab. In welcher Stadt genau, weiß Crouch zwar nicht mehr, aber er erinnert sich noch gut an tausende englische Fans, die vor dem Teamhotel eine gigantische Party feierten. Und die immer, wenn sie einen der Nationalspieler am Fenster entdeckten, laut jubelten. Also sagte Phil Neville zu Crouch: »Gib’ ihnen den Roboter.« Und weil man Phil Neville nicht widerspricht, ging Crouch vor zum Fenster und tanzte. Ein paar Sekunden später tanzten tausende britische Fußballfans mit.