Die 10 größten Winter-Transferflops

Ruhrpottkrepierer

Zé Roberto II (FC Schalke 04/ 2008)

Ob sich Schalke-Manager Andreas bei der Verpflichtung des Brasilianers dachte »mit dem Zweiten trifft man besser« ist nicht überliefert. Fakt ist: Zé Roberto II konnte nicht an die ruhmreiche Bundesligazeit seines Landsmanns und Namensvetters anknüpfen. Zwar erlebte er im Winter 2008 zunächst einen Einstand nach Maß, als er 113 Sekunden nach seiner Einwechslung den Endstand zum 4:1 gegen den VfB Stuttgart erzielte. Auf den Traumeinstand folgten jedoch nur noch zwei weitere Kurzeinsätze, vor allem aber Partyfotos mit Rafinha und den übrigen Schalker Südamerikanern. Bundesweite Aufmerksamkeit bekam Zé Roberto dennoch kurzzeitig, als bei »Wer wird Millionär« danach gefragt wurde, wer sowohl bei Bayern als auch bei Schalke die Nummer 15 trägt. Was dann auch sein größter Erfolg in Deutschland gewesen sein dürfte.

Nach Differenzen mit Mirko Slomka und später Fred Rutten verweigerte Zé Roberto die Rückkehr aus dem Winterurlaub. Es folgte eine Ausleihe zu Flamengo, wo er die brasilianische Meisterschaft feierte und zahlreiche weitere Engagements am Zuckerhut. Seit 2015 Fußballrentner.

Albert Streit (FC Schalke 04/2008)

Zum gleichen Zeitpunkt wie Zé Roberto II stieß auch ein weiterer Transfer-Flop zu den Schalkern. Nachdem man sich im Sommer nicht über die Ablöse einigen konnte, holte S04 den temperamentvollen Profi schließlich im Winter für 2,5 Millionen Euro. Aufgrund der namhaften Konkurrenz, sowie Meniskusproblemen folgte eine Leihe zum HSV. 

Nach der Rückkehr wurde Streit wegen mangelnder Einstellung zu den Schalker Amateuren abgeschoben. Als daraufhin bekannt wurde, dass Streit seinen gut dotierten Vertrag beim Ruhrpottclub aussitzen wolle, folgten obszöne Beleidigungen der Schalker Anhängerschaft. Im Spiel von Schalke II gegen Waldhof Mannheim ging das ganze soweit, dass die eigenen Fans versuchten, auf ihn zu spucken und zu urinieren. 

Schließlich einigten sich die Parteien außergerichtlich auf die Auflösung des Vertrages gegen eine Abfindung. Streit kickte anschließend bei Alemannia Aachen, Viktoria Köln und Fortuna Köln. Dort machte er nur bei einer Auseinandersetzung mit Fabian Götze, dem Bruder des Weltmeisters, seinem Namen alle Ehre.

Ali Karimi(FC Schalke 04/2011)

Der Titel »Asiens Fußballer des Jahres« und ein gutes Länderspiel gegen Deutschland reichten Felix Magath 2005 offenbar, als er sich die Dienste des iranischen Maradonas sicherte. Nach zwei durchwachsenen Spielzeiten in der bayrischen Hauptstadt ging es für Karimi zurück nach Asien. Dort machte der Offensivmann vor allem dadurch auf sich aufmerksam, dass er von seinem Verein entlassen wurde, nachdem er beim öffentlichen Training Wasser getrunken und somit die Regeln des Ramadan missachtet hatte. 

Im Winter 2011 kam erneut Felix Magath auf die glorreiche Idee, dass Karimi das fehlende Puzzlestück in seinem 40 Mann starken Kader beim FC Schalke sei. Ein halbes Jahr und 28 Bundesligaminuten später ging es zurück in den Iran. Mittlerweile hat er seine Karriere beendet. Es sei denn Felix Magath greift noch mal zum Hörer...

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