Die 10 besten EM-Momente

Jogi Löw bewies den richtigen Riecher

Win when you're singing
Apropos Freude. Freude bereiteten uns nicht nicht nur die, Achtung Kitschfloskel, beherzten Auftritte der Albaner, Waliser und Isländer, sondern vor allem auch die Fans aus (Nord-)Irland. 

Würde die EM nicht auf dem Rasen, sondern auf den Rängen ausgetragen, wäre das Halbfinale eine reine Inselveranstaltung geworden. Wie, das ist doch totaler Quatsch und geht an der Realität vorbei?! Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Darauf ein kräftiges Schland.

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Lila Freude
Welch magische Nacht von Lyon: Andi Lila, der Kapitän Albaniens, erklimmt den Pulk aus jubelnden Mitspielern, reckt die Fäuste, schreit voller Inbrunst seine Freude gen Himmel. Stürmer Armando Sadiku hatte Sekunden zuvor das erste EM-Tor für den Balkanstaat erzielt, den 1:0-Siegtreffer gegen Rumänien. Albanien scheidet aus, doch die Geburtsstunde einer stolzen Fußballnation, sie überlebt dieses Turnier.

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Ausrastersson
Sein Name: Gudmundur Benediktsson. Sein Haupt-Beruf: Assistenz-Trainer beim isländischen Erstligisten KR Reykjavik. Sein Neben-Beruf: TV-Kommentator für das isländische Fernsehen. 

Einen Job, den er mit ansteckender Verve ausübt, wie sich insbesondere beim Spiel der Isländer gegen Österreich feststellen ließ. Denn als der erlösende Siegtreffer fiel, brüllte es aus Benediktsson heraus, dass man schon befürchten musste, der gefürchtete Vulkan Eyjafjallajökull würde wieder ausbrechen – vor Schreck.

Wie Islands Kommentator das 2:1 gegen England erlebte: Hier geht's zum Video >>>

Es stinkt zum Himmel
Auch diese Bilder brachte die EM: Russen und Engländer, die sich in Marseille ihre letzten Gehirnzellen aus den Schädeln prügelten und ein Sportminister, der dem Mob während eines Blocksturms munter zuwinkt. Doch während im Rest Europas über White-Trash-Gewalt geredet wurde, hatte Jogi Löw eine Idee: Schluss damit! Und bewies den richtigen Riecher, als er seine rechte Hand... ach komm, geschenkt.



Der Hahn fliegt
Sieglos schleppte er sich durch die Vorrunde, mogelte sich ins Halbfinale. Bis er endlich kam, der Ronaldo-Moment, in Minute 50 gegen Wales: Flanke Guerreiro, Ronaldo läuft ein, schüttelt Gegenspieler Chester ab, steht in der Luft, wuchtet den Ball per Kopf ins Tor. Das Statement eines Ungeliebten. Der nun, zwölf Jahre nach der Niederlage gegen Griechenland, späte Genugtuung erfahren kann. Es sei ihm gegönnt, dem stolzen Hahn.