Dichterfürst Alex Ferguson

Strafe in Reimform

Als Aberdeen-Trainer strafte Alex Ferguson einst seine Spieler per Gedicht ab. Wir finden: Im Fußball sollte definitiv mehr in Gedichtform kommuniziert werden.

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Vor seiner erstaunlichen Karriere bei Manchester United trainierte der Schotte Alex Ferguson von 1978 bis 1986 den FC Aberdeen. Als er sich mit seiner Mannschaft einmal zu Saisonvorbereitung ins spanische Benidorm zurückgezog, ereignete sich ein Zwischenfall, der den Coach zu poetischen Höchstleistungen antrieb. Die Spieler Neale Cooper und John Hewitt fühlten sich unbeobachtet, als sie vor lauter Langeweile einen Fußball aus ihrem Zimmer im fünften Stock warfen. Grund dafür war wohl neben der Langeweile ein investigatives Forschungsexperiment. »Sie wollten einfach sehen, wie hoch der Ball springt«, erklärt Teamkollege Neil Simpson.

Natürlich konnten sie nicht wissen, dass ihr Trainer gut versteckt im Hinterhof seinen Feierabend genoss und das ganze Spektakel bestens beobachten konnte. Weil Fergie damals schon wusste wie wichtig Zucht und Ordnung sind, und dass es nichts bringt, seine Schützlinge mit hochrotem Kopf zusammenzufalten, verfasste er folgende Zeilen:





Besonders schön ist dabei der Titel, den sich Ferguson am Ende selbst gibt: »Poet Laureate of Govan«, der Hofdichter von Govan, nach der Heimatstadt des später aus anderen Gründen geadelten Trainers.

Wir finden, dass ranghohe Fußballperönlichkeiten öfter von der Form des Gedichts Gebrauch machen sollten. Gerade wenn es um eigentliche eher unerfreuliche Wahrheiten geht. Aus gegebenem Anlass haben wir also den 11FREUNDE-Fundus durchwühlt und sind auf ungewöhnlich aktuelle Gedichte anderer Fußballgrößen gestoßen, die hier erstmalig und exklusiv erscheinen. Was Fergie kann, können »The Special One«, der Kaiser und Pep schon lange. Lest selbst!