Deshalb ist Gladbach eine Wundertüte

Warum es gegen spielstarke Gegner nicht reicht

3. Gladbach schwankt im Spiel gegen den Ball

So flexibel Gladbachs Spiel mit dem Ball ist, so ausrechenbar sind sie gegen den Ball. Sie bauen meist zwei Viererketten hinter der Mittellinie auf und versuchen, kompakt in der eigenen Hälfte zu verteidigen. Um Zugriff im Mittelfeldzentrum zu erlangen, orientiert sich Gladbachs Doppelsechs eng am Gegner.

Probleme hat Gladbach mit Teams, die viel Gefahr über die Flügel ausstrahlen. Gerade nach schnellen Spielverlagerungen zeigt sich Gladbach verwundbar, da sie auf dem Flügel häufig weit einrücken. Das machte sich Hoffenheim am Wochenende in der ersten Halbzeit zunutze, als sie wieder und wieder Nico Schulz auf der linken Seite freispielten. 

Auch die Konterabsicherung ist ein Problem, gerade wenn Gladbach nach einem Rückstand weiter vorrückt. Dortmund und Leverkusen machten sich dies zunutze. So wird aus einem 1:2 schnell ein 1:5 oder 1:6. Aus dem Spiel heraus hat Gladbach so viele Tore gefangen wie kein anderer Bundesligist. Allerdings: Ohne die klaren Niederlagen gegen Dortmund und Leverkusen stünde Gladbach bei sieben Gegentoren in acht Spielen. Das belegt ihre schlechte Balance, wenn sie gegen einen spielstarken Gegner auf ein Tor drängen.

4. Verletzungen auf Schlüsselpositionen
Gladbachs Schwankungen hängen nicht zuletzt mit Verletzungen auf Schlüsselpositionen zusammen. Gerade als die Doppelsechs aus Zakaria und Kramer sich eingespielt hatte, verletzte sich Kramer. Die Verletzung von Raul Bobadilla wiederum beraubt Hecking der Möglichkeit, im Zweifel auf einen Sturmbrecher im Strafraum zu setzen.

Was eine Verletzung ausmachen kann, zeigte sich auch am Wochenende: Der wiedergenesene Vincenzo Grifo brauchte einige Wochen, um in Fahrt zu kommen. Nun zeigte er gegen Hoffenheim, zu was er imstande ist. Mit Raffael, Stindl, Hazard oder Jonas Hofmann hat Gladbach gleich mehrere Spieler im Kader, die mit ihren Dribblings und Vorlagen den Unterschied machen können. Gleichzeitig fit sind sie nie. 

So schnell werden sie das auch nicht sein. Hofmann zog sich gegen Hoffenheim eine Bänderverletzung zu. Er wird längere Zeit fehlen. Der Ausfall dürfte Hecking nicht helfen auf seiner Suche nach der Konstanz.

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