Der nächste Anlauf von Takashi Usami

Aller guten Dinge sind drei

2011 setzt Takashi Usami große Hoffnungen in seinen Wechsel in die Bundesliga. Doch der Traum zerplatzt. Fünf Jahre später will er es noch einmal versuchen. 

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An Kreativität mangelt es Takashi Usami jedenfalls nicht. 2011 beim FC Bayern München und der TSG Hoffenheim gescheitert, gibt ihm nun der FC Augsburg in der kommenden Saison eine neue Chance. Und bereits beim ersten Testspiel der Augsburger gegen den Bayernligisten 1. FC Sonthofen blitzt die Raffinesse Usamis auf - zunächst einmal neben dem Platz. Als der 24-Jährige bemerkt, dass er seine Schienbeinschoner vergessen hat, greift er auf einen Trick zurück: Er stopft sich einfach Energie-Riegel in die Stutzen. Denn die Schoner sind Pflicht. Klingt verrückt, aber der Trick klappt. Der FCA gewinnt das Testspiel mit 2:0 und Usami schießt das Siegtor. Den Energie-Riegeln sei Dank.

Für den Japaner ist es bereits der dritte Versuch, den Durchbruch in Europa zu schaffen. 2011 lieh der FC Bayern den damals 19-Jährigen vom japanischen Verein Gamba Osaka aus, um ihn als Ersatz für die Flügelzange Ribery und Robben zu installieren. Usami war der erste Japaner in der Vereinsgeschichte des FC Bayern. Mit ihm verbanden die Münchner große Hoffnungen. Hatte man doch gesehen, dass ein Spieler aus Fernost - wie Shinji Kagawa beim Ligakonkurrenten Borussia Dortmund - durchaus zum Leistungsträger werden kann. 

Als Usami für 300.000 Euro an die Bayern ausgeliehen wurde, hatte er bereits zwei Jahre in der J-League, der höchsten japanischen Spielklasse, hinter sich und war zum »besten jungen Spieler der J-League« gewählt worden. Außerdem war er mit 17 Jahren der bis dahin jüngste Debütant der asiatischen Champions League. Alles in allem galt er als vielversprechendes Talent und verband mit der Leihe zum Rekordmeister die Hoffnung auf eine große Karriere in Europa. Doch das Experiment scheiterte. Usami kam in einem Jahr nur auf drei Einsätze bei den Münchnern.