Der große Abstiegs-Check (2)

VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg (24 Punkte, 26:30 Tore)

Das ging schnell: Erst Montag trat Martin Schmidt überraschend zurück, bereits Dienstag präsentierte der Verein Bruno Labbadia als Nachfolger. Der neue Mann muss den Wölfen vor allem eine kohärente Spielidee entlocken.

Schmidt versuchte, den Wolfsburgern sein bevorzugtes Konterspiel beizubringen. Seine Mannschaft sollte im 4-2-3-1 verteidigen, den Gegner aggressiv im Mittelfeld stören und dann schnell kontern. Diese Idee ging selten auf, auch weil der Mannschaft jegliche Leidenschaft im Spiel gegen den Ball fehlte. Das spielerische Potential, das im Kader definitiv vorhanden ist, lag indes auch unter Schmidt brach. Warum griffen die Wölfe ständig über die Flügel an, obwohl sich ihre besten Spieler wie Malli oder Didavi im Zentrum wesentlich wohler fühlen? 

Labbadia muss nun beweisen, dass er mehr aus dem Kader herausholen kann. Seine grundsätzliche Spielidee ähnelt zwar jener von Schmidt, er ist jedoch etwas flexibler in der Ausführung. Dennoch: Die Aufgabe Klassenerhalt wird mit dem ungleich zusammengestellten Kader nicht einfach. Vor allem auf den Flügeln fehlt jegliches Tempo.

Wahrscheinlichkeit Relegation: 33 Prozent.

Wahrscheinlichkeit direkter Abstieg: 10 Prozent.