Der große Abstiegs-Check (1)

FSV Mainz 05

FSV Mainz 05 (23 Punkte, 28:41 Tore)

Der Mainzer 2:0-Sieg in Berlin war nicht nur ein lang erhofftes Lebenszeichen. Der Sieg steht auch symbolisch für den Kurswechsel, den Trainer Sandro Schwarz zuletzt eingeläutet hat. Noch in der Hinrunde hat der junge Trainer versucht, die Mainzer fußballerisch weiterzuentwickeln. Aus einer 4-2-3-1- oder 5-3-2-Formation sollte die Mannschaft mit flachen, komplett durchgeplanten Kombinationen vor das gegnerische Tor gelangen.

Im Zuge des Abstiegskampfs geriet das Spielerische zuletzt in den Hintergrund. In Berlin setzte Schwartz zuletzt auf klassischen Mainzer Kampf-und-Vollgas-Fußball. Das Mittelfeld jagte den Gegner, eroberte den Ball und drosch diesen sofort nach vorne. Mainz ist noch immer am Stärksten, wenn sie dem Gegner den Ball überlassen können.

Zweifel am Mainzer Projekt Nichtabstieg ruft vor allem die eigene Unbeständigkeit hervor. Gerade im Sturm fehlt seit Monaten ein kontinuierlicher Torjäger, der auch mal an zwei Spieltagen am Stück trifft. Defensiv steht die Mannschaft zwar solide und verteidigt gut im Raum. Dennoch hat Mainz die zweitmeisten Tore der Liga kassiert, da sie bei Standards regelmäßig pennen. 15 Gegentore nach ruhenden Bällen sind der schlechteste Wert der Liga. Diese Unbeständigkeit lässt zumindest die Relegation wahrscheinlich erscheinen.

Wahrscheinlichkeit Relegation: 33 Prozent.

Wahrscheinlichkeit direkter Abstieg: 10 Prozent.