Der Fantasiestaat Aswijan im »Football Manager«

Ein Königreich für die Community

Der »Football Manager« und seine Fans sind bekannt für ihre Detailverliebtheit. Doch Userin »Laura« hat die Hingabe auf ein ganz neues Level gehoben und einen ganzen Staat für das Spiel erschaffen – inklusive Mikro-Klimazonen.

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Es gibt da ein Land, gennant Aswijan. Entstanden ist es im Kopf von »Laura«, auf den offiziellen Weltkarten ist es nirgendwo zu finden. Doch hört man seiner Schöpferin zu, wie sie in ihren Videos von der Geschichte des Landes, dem Leben auf der Insel vor Portugal erzählt, wird Aswijan für einen Moment real.

Nun ist Laura, 30, keine Schriftstellerin, sondern Fan des Computerspiels »Football Manager«. Die Welt, die sie geschaffen hat, ist nicht Teil eines literarischen Werks, sondern eigentlich eine Ansammlung aus einzelnen Bildchen, Tabellen und unglaublich vielen Zahlen.

Ihr riesiges Projekt ist Teil des Editors im »Football Manager«. Der »Football Manager« ist bekannt für seine Spieltiefe, für die fast orginaltreue nachgebildete Arbeit als Manager und Trainer. Regler und Statistiken, so trocken es klingen mag, sind die zentralen Werkzeuge im Spiel. Laden sich die Spieler Lauras riesige Erweiterung zum Spiel runter, haben sie die Auswahl: Wollen sie in der Spitze des Fußballs von Aswijan mit dem Krösus-Verein Aswijan Malikiy coachen? Oder starten sie erstmal mit dem Klub PC Manouza in der dritten Liga des Landes und arbeiten sich mühevoll nach oben?

Laura hat an alles gedacht - sogar an eine Nationalhymne

Die Vereine sind nicht einfach wahllos-aneinander-gereihte Buchstaben, die einen Fantasienamen ergeben. Alle Klubs stammen aus Regionen, deren Geschichte »Laura« aufwendig erzählt. Zu jedem der 64 Klubs sowie zur Nationalmannschaft aus Aswijan hat Laura hochwertige Trikotsätze und Wappen entworfen.


Foto: Screenshot Twitter/@wtforkgaming

Auf der fiktiven Insel existieren neun (!) unterschiedliche Mikro-Klimazonen – jede hat einen anderen Einfluss auf den virtuellen Kader. Und wem das alles noch nicht reicht, der darf sich gerne die Hymne von Aswijan anhören, die ein Freund Lauras extra komponiert hat (Hier könnt ihr sie anhören >>>). Oder man lässt sich erzählen, wie der Fußball in dem Land von 32 Millionen Einwohnern groß wurde. In den kommenden Wochen dürften noch mehr Hintergrunderzählungen zum Projekt Aswijan dazukommen – Laura hat mit dem Release eine zugehörige YouTube-Serie gestartet (Hier zu finden >>>).