Der BVB in der Einzelkritik

Kagawa, Reus, Mkhitaryan und Aubameyang

Shinji Kagawa
Kam in der 106. Minute für Castro und hatte seine größte Szene, als er den ersten Elfmeter verwandelte.

Marco Reus
Vielleicht die enttäuschendste Dortmunder Figur des Abends. Nicht, weil Reus versagte – gemeinsam mit seinen Kollegen verrichtete der Mittelfeldmann mehr Defensivarbeit, als man einem Spieler mit seinen Offensivqualitäten zumuten sollte – aber gerade in seinem Kerngebiet 50, 40 Meter vor dem gegnerischen Tor, blieb Reus beinahe unsichtbar. Nur wenige Mal gelangen ihm elegante Tänze durch die Bayern-Beine, die immer dann, wenn es wirklich gefährlich werden konnte, auch schon wieder entschärft wurden. Kann man mehr verlangen in so einem Finale von Marco Reus? Man kann. Dann eben bei der EM auf ein Neues.

Henrikh Mkhitaryan
Soll an dieser Stelle den Praktikanten-Nackenschlag bekommen: Hat sich stets bemüht. Vielleicht läuft es ja in einem anderen Büro, pardon, Finale mal besser. Ach ja, Kuchen und Bier steht in der Küche, Danke für die schöne Zeit.

Pierre-Emerick Aubameyang
Richtig schlimme Killer, auch Weltklassestürmer genannt, machen dann halt so einen Ball mal rein. Netzen die zugegebenermaßen schwierig zu verwertende Flanke in der 85. Minute, entscheiden damit das Finale, lassen sich auf Händen tragen und keinen wird es mehr interessieren, ob der Killer in den 84 Minuten zuvor ein richtig gutes, eher durchschnittliches oder richtig mieses Spiel gemacht hat. Doch Pierre-Emerick Aubameyang ist erst kurz davor, einer dieser Weltklasseangreifer zu sein. Und kurz davor ist auch verpasst. Deshalb flog sein Ball übers Tor und verpasste Dortmund schließlich den Pokalsieg.