Der 11FREUNDE-Jahresrückblick: September/Oktober

Kann der was?

Xabi Alonso begeistert die Liga, Drohneneinsatz im Hochrisikospiel – das passierte im September und Oktober!

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SEPTEMBER

Aufreger des Monats:
Feueralarm und Geisterspiel in Moskau
Wegen rassistischer Vorfälle seitens der Fans des ZSKA Moskau wurde bereits im September bekannt gegeben, dass die Moskauer ihre Champions League-Partie gegen den FC Bayern München vor leeren Tribünen austragen mussten. »Das braucht niemand«, ärgerte sich Karl-Heinz Rummenigge im Vorfeld über die äußeren Umstände der Begegnung. Sein Unmut mag sich kaum verringert haben, als es im Mannschaftshotel der Bayern am Abend vor dem Spiel zu einem Feueralarm kam. Das Gebäude wurde evakuiert, die  Spieler verbrachten eineinhalb Stunden auf der Straße vor dem Hotel - in Decken eingewickelt, Witze machend, Selfies schießend. Der Aufregung im Vorfeld trotzend, bezwang der Deutsche Meister seinen Gegner mit 1:0.

Spieler des Monats:
Xabi Alonso
Über kaum einen Transfer wurde in dieser Saison so viel geredet wie über die Verpflichtung von Xabi Alonso. Man war gespannt, wie sich der spanische Mittelfeldstar einleben würde. Und Alonso gliederte sich ein, als hätte er niemals woanders gespielt. Die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« nannte sein Spiel eine »sachliche Romanze«, BVB-Coach Jürgen Klopp sprach sogar von einer »Offenbarung«. Eine ganz besondere Demonstration seiner Klasse gab der Spanier in seinem sechsten Pflichtspiel für die Bayern am 27. September 2014. Gegen den 1. FC Köln stellte er mit 206 Ballkontakten einen neuen Bundesligarekord auf – und berührte dabei öfter den Ball als die gesamte Kölner Mannschaft zusammen.

Video des Monats: 
Don't touch Zlatan
Genauso berüchtigt wie für seine Tore ist Zlatan Ibrahimovic für seine unnachahmliche Art. Der österreichische Nationalspieler Rubin Okotie durfte sich persönlich davon überzeugen. Im EM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Schweden am 08. September 2014 gab »Ibra« seinem Widersacher im Zweikampf deutlich zu verstehen, dass man ihm lieber nicht zu nahe kommen sollte.



Schlagzeile des Monats:
»Phantomschmerz des Dieselmotors«
Kann man nach drei Spielen im nationalen Ligabetrieb bereits eine Tendenz für die Saison erkennen? Im Falle Real Madrids gab die Presse folgende Antwort: Man kann. Anstoß zum kritischen Urteil gab das Derby am dritten Spieltag gegen Atlético, dass am 13. September 2014 mit 1:2 verloren ging. Nachdem dies für den amtierenden Champions League-Sieger die bereits zweite Niederlage aus drei Ligaspielen war, wurde nach den Ursachen gefahndet. Man identifizierte mehrere Problemfelder: Die Mannschaft komme nicht in Tritt, weil falsche Käufe und Verkäufe getätigt worden seien, weil sie überfressen seien vom Erfolg - und mindestens genauso überspielt. Seit der Niederlage gegen den Stadtrivalen hat Real Madrid jedoch jedes seiner 19 Pflichtspiele gewonnen - mit einer Tordifferenz von 71:9 (Stand: 12. Dezember 2014).