Der 11FREUNDE-Jahresrückblick: Januar/Februar

»You´re nothing special!«

Cristiano Ronaldo wird endlich wieder Weltfußballer, Magath geht nach England, Hitzlsperger outet sich – das passierte im Januar bis Februar 2014!

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JANUAR

Aufreger des Monats:
Fifa kündigt an, die WM 2022 in Katar im Winter austragen zu lassen

Dass die Weltmeisterschaft 2022 in Katar stattfinden soll, beschäftigt die Fußballwelt seit nunmehr vier Jahren. Die Fifa sah sich nicht nur mit Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Auch stellte man sich die Frage, welchen Sinn es habe, eine Sportveranstaltung im Freien bei Außentemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius stattfinden zu lassen. Mit voll klimatisierten Stadien wollte man zumindest letzteres Thema zur Ruhe bringen – ohne Erfolg. Eine neue Lösung sollte her. Schließlich gab der FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke am 10. Januar überraschend bekannt, dass die WM in Katar zwischen dem 15. November und dem 15. Januar stattfinden würde. Diese Zeit, so Valcke, sei »perfekt zum Fußballspielen«. Wenn er das sagt.

Spieler des Monats:
Cristiano Ronaldo
Im Jahr 2008 wurde Cristiano Ronaldo Weltfußballer des Jahres. Danach brach die Ära Messi über den Portugiesen ein. Der Real-Star machte nie einen Hehl daraus, dass ihn seine Rolle als Weltstar im Schatten Lionel Messis wurmte. Der anhaltende Siegeszug des Argentiniers bei der Weltfußballer-Wahl hatte ihn angeblich so sehr beschäftigt, dass er sogar angekündigt haben soll, an der Verleihung des »Ballon d'Or« am 13. Januar 2014 nicht teilzunehmen. Am Ende erschien er dann doch. Und durfte die ihm so wichtige Trophäe zum zweiten Mal in seiner großen Karriere entgegennehmen.

Video des Monats:
West Ham United-Fans
Nicht selten versuchen Fans sportlich wenig erfolgreicher Mannschaften zumindest mit ihren Gesängen dazu beizutragen, im heimischen Stadion »nie mehr zweite Liga« sehen zu müssen. Mit dieser Phantasie haben die Fans von West Ham United wohl abgeschlossen: Im Halbfinale des »Capital One Cup« ärgerten sie sich nicht weiter über den gewaltigen Rückstand von sechs Toren gegen Manchester City. Sie brachten lieber die gegnerischen Anhänger auf den Boden der Tatsachen zurück: »You're nothing special, we lose every week!«



Schlagzeile des Monats:
»Thomas Hitzlsperger bekennt sich zu seiner Homosexualität«
Das Outing von Thomas Hitzlsperger in der »Zeit« im Januar 2014 war eine Sensation. Hitzlsperger selbst sagte über seine Beweggründe in dem Interview, dass er die Debatte im Sport voranbringen wolle: »Homosexualität wird im Fußball ignoriert«. Die Meldung schlug gewaltige Wellen, die Resonanz war hauptsächlich überwältigend positiv. Auch die Kanzlerin gratulierte dem Ex-Nationalspieler zu seinem Schritt. Über ihren Pressesprecher Steffen Seibert ließ sie verlauten: »Wir leben in einem Land, in dem niemand Angst haben sollte, seine Sexualität zu bekennen aus Angst vor Intoleranz.« Und Hitzlsperger selbst tauchte dann einige Monate später als Praktikant in der 11FREUNDE-Redaktion auf. Sachen gibt's.