Der 11Freunde-Abstiegscheck (2)

Der Rotzlöffel Ingolstadt

Was den FC Ingolstadt und den HSV verbindet: Beide sind noch nie aus der Bundesliga abgestiegen. Die Zeit, die die Schanzer in der Erstklassigkeit verbrachten, hat allerdings wohl kaum gereicht, um auch so eine schicke Uhr für das Stadion anfertigen zu lassen. Bereits die zweite Bundesliga-Saison könnte für den FC Ingolstadt vorerst die letzte sein. Wird sie jemand vermissen? Na klar! Wer erinnert sich nicht an die Glücksgefühle, wenn der eigene Herzensklub die Reise ins tiefste Oberbayern antrat? Na? Na? Genug gesülzt. Zu den harten Fakten.

Was spricht gegen den Klassenerhalt?


Der FC Ingolstadt hat keinen Versuch mehr, ein Fehltritt und er ist raus: Das Team von Trainer Maik Walpurgis braucht zwei Siege, um in der Liga zu bleiben. Man braucht keinen Rechenschieber, um herauszufinden: Mit 30 Zählern auf dem Konto ist der Klassenerhalt sonst unmöglich. Doch schon am Samstag könnte das mit dem Siegen ein Problem werden, denn die Ingolstädter müssen beim SC Freiburg ran. Und die Breisgauer befinden sich bekanntermaßen in ihrem ganz eigenen Kampf – dem um Europa.

Folglich dürfte die Mannschaft von Christian Streich eher nicht daran interessiert sein, den Ingolstädtern beim Verbleib in der Liga zu helfen. Die Ingolstädter haben zudem zwar eine durchaus passable Steigerung in der Rückrunde hingelegt, allerdings gegen keinen Klub gewinnen können, der oberhalb des zehnten Tabellenplatzes steht.

Was spricht für den Klassenerhalt?

Ingolstadt ist die einzige Mannschaft im Abstiegskampf, die sich nicht mit fehlenden Spielern plagen muss, sondern auf seine Stammelf zurückgreifen kann. Zudem haben die Oberbayern zuletzt durchaus ordentlichen Fußball beim Unentschieden gegen Leipzig und Leverkusen gezeigt. Und in der Rückrunde gegen alle Abstiegskampf-Konkurrenten  außer dem VfL Wolfsburg gewonnen. Die Form könnte also schlechter sein.

Dieses Ass hat der FC Ingolstadt noch im Ärmel:

Sein Alter. Denn der Klub ist schließlich in diesem Februar erst 13 Jahre alt geworden. Und wenn wir zurückdenken an unsere Vorpubertät, dann wurden wir doch gerade immer erst so richtig wach, als Mama uns ins Bett schicken wollte. Also: Wenn noch jemand diesem kleinen Racker eine Cola vor dem Saisonabschluss spendiert, dann ist erst richtig Rambazamba. Aber nicht Papa sagen!