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Das sind die England-Fans, die uns beim Länderspiel so begeistert haben

»Das beste Hobby der Welt«

Englische Fans haben am Samstag wieder bewiesen, dass sie zu den größten ihrer Zunft gehören. Aber wer sind diese Jungs? Wir haben sie in Berlin vor dem Stadion getroffen.

Fotos: Paulina Hildesheim

Dan, Leicester City-Fan

Wie gefällt es Ihnen in Berlin?
Es herrscht richtig gute Stimmung und die Leute sind freundlich. Dazu noch die vielen Bars und das leckere Bier. Ich kann mich nicht beklagen.

À propos Bier – ist es besser als in England?
Schwer zu sagen. Ich hatte heute leider öfter das Pech warme Biere zu trinken, aber auch das kriege ich runter. Da ich schon das ein oder andere Bier getrunken habe, wäre ein abschließendes Urteil nicht gerechtfertigt.

Sie stehen vor einer Leicester-Fahne. Wie geht es Ihnen im Moment?
Es ist das mit Abstand beste Hobby der Welt, besser geht es nicht. Ein kleiner Verein, der die Großen ärgert – wunderbar.

Fünf Punkte Vorsprung bei noch sieben Spielen. Für den Fall der Fälle – wie würden Sie reagieren?
Wahrscheinlich kollabieren. Ich würde weinen, mich betrinken und den Moment einfach nur feiern. Das wäre die größte Sensation im britischen Fußball, die es jemals gegeben hat. Vielleicht sogar im gesamten Fußball.

Wer ist Ihr Lieblingsspieler?
Jamie Vardy. Er ist ein ehrlicher Malocher, kam aus dem absoluten Nichts und trägt nun dazu bei, dass wir so gut dastehen. Eine unglaubliche Geschichte. Der ganze Fußball kann sich eine Scheibe von Leicester City abschneiden, sowohl die englische als auch die deutsche Nationalmannschaft. Das Team von Leicester arbeitet hart und beweist, dass Geld nicht alles ist.

Welchen deutschen Spieler würden Sie gerne im Dress von Leicester oder der Nationalmannschaft Englands sehen?
Thomas Müller. Der Junge hat das gewisse Etwas. Es muss schrecklich sein, gegen ihn zu spielen. Auf jeden Fall Müller.

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Grant, Manchester




Was passierte vor knapp fünfzig Jahren?
England wurde Weltmeister, wir konnten gegen Deutschland in Wembley gewinnen. Wer weiß, ob das alles möglich gewesen wäre, hätte es damals schon die Torlinientechnik gegeben.

War der Ball Ihrer Meinung nach im Tor?

Als ehemaliger Schiedsrichter glaube ich, dass der Ball nicht drin war.

Fünfzig Jahre später gibt es nun Torlinientechnik. Gefällt Ihnen das?

Die Kameras sind gut, die haben keinen Einfluss auf das aktive Spielgeschehen. Der Schiedsrichter und seine Assistenten können ja dank der neuen Technologien sehr schnell miteinander kommunizieren und sich von dieser Technik helfen lassen.

Mittlerweile wird auch der Video-Beweis viel diskutiert. Was sagen Sie als ehemaliger Schiedsrichter dazu?

Das würde das Spiel zu oft unterbrechen, da halte ich nichts von. Wir sind ja nicht beim American Football.

Wem drücken Sie in der Premier League die Daumen?

Manchester United.

Also haben Sie gerade nicht die beste Zeit Ihres Fan-Daseins.

Ach Quatsch, ich habe schon viel schlimmere Zeiten miterlebt. Da haut mich diese kleinere Krise jetzt auch nicht mehr um.

Vor knapp drei Wochen erlag Louis van Gaal der Erdanziehungskraft.

Ja, die nette Schauspieleinlage auf seinem Rücken. Die habe ich gesehen.

War es denn ein Foulspiel?

Nicht wirklich – fifty, fifty. Ich hätte ihm auf jeden Fall keine gelbe Karte für eine Schwalbe gegeben. Er ist ein verrückter Manager und manchmal müssen die Emotionen auch raus.

Wer wird denn der Nachfolger von Louis van Gaal?

Ich mag den Manager von Leicester City, Claudio Ranieri.

Es geht ja das Gerücht um, dass José Mourinho schon so gut wie unterschrieben hat.

Bitte nicht.