Das neuseeländische Drittligamärchen aus Unterhaching

Kiwi

Stefan Marinovic ist mit der SpVgg Unterhaching gerade erst in die 3. Liga aufgestiegen. Sein persönlicher Saisonhöhepunkt folgt aber noch: Als Stammspieler beim Confed Cup.

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Das Netzwerk von Wynton Whai Alan »Kiwi« Rufer ist weit verzweigt. Der Europapokalsieger aus Bremer Zeiten pendelt zwischen seinem Heimatland Neuseeland, wo er eine Fußballschule aufgebaut hat, und seinem zeitweiligen Zuhause in Deutschland. Wenn er zurückkommt, werden deutsche Fußballtrainer in Neuseeland vermittelt und heimische Talente nach Europa geschickt.

Europa. Für den 14-jährigen Stefan Marinovic war das 2004 nur ein 18.370 Kilometer entfernter Landstrich auf der anderen Erdhalbkugel – und die Heimat seines kroatischen Vaters. Als ihm Wynton Rufer kurz darauf die ersten Probeeinheiten bei deutschen und österreichischen Bundesligisten vermittelte, wurde Europa zum Sprungbrett.

Auch Ronaldo ist nur ein Mensch

Mittlerweile hütet Marinovic das Tor der SpVgg Unterhaching. Eine formidable Saison haben er und seine Teamkollegen hinter sich gebracht, die am Ende mit dem Aufstieg in die 3. Liga gekrönt wurde. Wenn Marinovic beim Eröffnungsspiel des Confed Cups im Tor steht, dürfte das schnell in den Hintergrund treten. Ein Drittligist auf der weltgroßen Fußballbühne?

»Es ist für eine kleine Fußballnation wie unser Land ein Traum, dass wir beim Confed Cup vor den Augen der ganzen Welt spielen dürfen«, sagte der Torhüter der Zeit. Immerhin wartet am letzten Spieltag der Gruppenphase Portugal und Cristiano Ronaldo auf die »All Whites«. Marinovic lässt das kalt: » Für mich spielt es keine so große Rolle, ob jemand für irgendeinen Inselstaat oder Portugal spielt. Auch Cristiano Ronaldo ist nur ein Mensch.«

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