Das Herzschlagfinale des Jahres kommt aus Georgien

Drama, Baby!

In den Topligen Europas ist das Titelrennen oft Wochen vor Saisonende entschieden. In Georgien dagegen ging es am letzten Spieltag um alles. Der Erste gegen den Zweiten, der letzte Schuss entscheidend. Über das großartigsten Saisonfinale des Jahres.

youtube.de/fctorpedokutaisi

Der 35. von insgesamt 36 Spieltagen ist gespielt. Der Rekordmeister, Dinamo Tiflis, kam gegen den Stadtrivalen Saburtalo Tiflis nicht über ein 0:0 hinaus. Trotzdem steht das Team um Trainer Kakhaber Kacharava weiterhin auf dem ersten Platz der »Erovnuli Liga«. Ein Unentschieden am letzten Spieltag würde der sehr jungen Mannschaft, die einen Altersschnitt von gerade einmal 22,3 Jahren hat, reichen, um die 17. Meisterschaft feiern zu können.

Mit zwei Punkten weniger und einem schlechteren Torverhältnis als Dinamo steht Torpedo Kutaisi auf dem zweiten Tabellenplatz. Um die Meisterschaft noch gewinnen zu können, muss am letzten Spieltag ein Sieg her und Tiflis muss verlieren.

Der große Showdown

Wie es der Zufall so will, kommt es am 36. Spieltag zum großen Showdown zwischen gerade diesen beiden Mannschaften. Letzter Spieltag, der Erste gegen den Zweiten, 90 Minuten. Es stellt sich nur noch eine Frage: Wer wird der diesjährige Meister? Ein Titelrennen, das sich am letzten Spieltag entscheidet. Sieg, Niederlage oder Unentschieden. Spannung pur - was will man mehr?

Das Spiel verläuft zunächst eher ruhig, nach 45 Minuten steht es immer noch 0:0 und beide Teams haben jeweils noch elf Spieler auf dem Platz. Fest steht: Ein Unentschieden genügt der Heimmannschaft aus Tiflis. Bis zur 75. Minute scheint die heile Welt auch nicht zu bröckeln. Doch dann der Schock für den Rekordmeister: Nach einer perfekten Flanke köpft der nur 1,67 Meter große Tornike Kapanadze zur sehenswerten 1:0-Führung ein. 15 Minuten verbleiben Dinamo noch zum Ausgleichstreffer. Dass schon oft mehr Tore in kürzerer Zeit geschossen wurden, weiß jeder.

Knie, Kinn, Kacke!

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