Das erwartet uns 2015

Lothar Matthäus wird Trainer bei Inter Mailand!

Felix Magath outet sich – als Schluffi!
Kaum ein Trainer, dem der Ruf so voreilt, wie Felix Magath. Wo der ehemalige Mittelfeldfiligran auch anheuerte, brandneu georderte Medizinbälle waren schon da, Hügel artig aufgeschüttet. Doch im Sommer 2015 lässt Magath in seiner Autobiografie (»Felix – Glücklich ist, wer lieben kann«) die Bombe platzen. All die über Jahre zur Schau gestellte kernige Trainingsbrutalität, all die Milchsäure-donnernden Trainingslager – pure Fassade, um vom eigentlichen Bild des Menschenfreundes Magath abzulenken. In gefühlig aufgeschriebenen Kapiteln berichtet Magath davon, wie er sich nach Verletzungen seiner Schützlinge stets für einige Stunden in seinem Büro abschottete – um heimlich weinen zu können. Niederlagen hätten den zart besaiteten Fußball-Lehrer so schwer zu schaffen gemacht, dass er sich in den Nächten nach den verlorenen Spielen mit dem ausgiebigen Bürsten und Streicheln seiner Schmusekatzen »Lieb« und »Noch lieber« abgelenkt habe. Erstaunt ist die deutsche Fußball-Landschaft auch über Magaths Dankesbrief an seinen alten Freund Bernd Hollerbach im Nachspann. Da heißt es unter anderem: »Lieber Bernd. Wie soll ich Dir jemals danken, dass Du mich in dieser rauen und gemeinen Fußballwelt mit Deinem Lachen und Deinen regelmäßig auf meinem Schreibtisch platzierten Versöhnungsedelsteinen quasi am Leben gehalten hast? Unsere gemeinsamen Kissenschlachten und den Ausflug ins Diddl-Museum werde ich niemals vergessen!«

Das Projekt RB ist gestorben!
Seinen dreiwöchigen Urlaub in einem eigens dafür gekauften Inselstaat nutzt Dosen-Milliardär Dietrich Mateschitz, um zu der Erkenntnis zu gelangen: Fußball ist auch nicht mehr das, was es mal war. Enttäuscht dreht der Traditionalist sämtliche Geldhähne zu und widmet sich fortan seinem neuen Hobby: Eisstockschießen. Und während in Garmisch-Partenkirchen die weltweit modernste Eisststockschieß-Arena eröffnet wird und neureiche Eisstockschießer mit goldenen Sportwagen durch die Alpen brettern, beantragt Ralf Rangnick beim Arbeitsamt Backnang Hartz IV.

Lothar Matthäus wird Trainer bei Inter Mailand!
Die Angebote von Bayern München (Nachfolger von Pep Guardiola) und Borussia Mönchengladbach (Greenkeeper) hatte Erfolgscoach Lothar Matthäus noch abgelehnt, doch als die alte Liebe Inter Mailand nach »Il Grande« ruft, kann er nicht widerstehen und bezieht gemeinsam mit seinen Ehefrauen sechs, sieben und siebeneinhalb seine alte Villa am Comer See. Im Handumdrehen hat Matthäus die Italiener verzaubert. Begeistert schreiben die Medien vom alles um den Finger wickelnden Charme des Sympathen, Fans und Fußballer sind baff ob der erstaunlichen Sprachkenntnisse des Weltmeisters von einst. Gemeinsam mit dem neuen Techniktrainer Andreas Brehme macht sich Matthäus daran, den in eine schwere Krise gerutschten Klub zu sanieren. Als erste Amtshandlung wird Kapitän Lukas Podolski gekündigt. Gründe dafür lässt Matthäus offen.

Schock: Marco Reus ist eigentlich Schweizer!
Kaum hat der BVB seinen Fans die traurige Kunde mitteilen müssen, dass Marco Reus nun doch zum FC Bayern wechseln wird, da platzt die nächste Seifenblase in der Karriere des talentierten Fußballers. Nach Recherchen der »Apothekenzeitung« besitzt Reus gar nicht die deutsche Staatsbürgerschaft! Reus, so erfährt die fassungslose Öffentlichkeit, ist eigentlich Schweizer. Einen Pass, so Reus kleinlaut, habe er in all den Jahren niemals vorzeigen müssen. Die wenigen Male, die er zu schnell gespielt habe, sei er mit Bußgeldern davon gekommen. Immerhin: Der Sünder zeigt Reue. »Ich verspreche«, so Reus, »dass ich so schnell wie möglich die deutsche Staatsbürgerschaft nachmachen werde.«