Das Duell des Spieltags: Werder 2004 gegen Werder 2018

4markfuffzich

Seit elfeinhalb Jahren wartet Bremen auf einen Sieg gegen den FC Bayern. Mensch, das kann doch nicht sein! Hat wenigstens die Truppe von heute das Zeug, um die Bayern so zu ärgern wie im Meisterjahr 2004?

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Der Torjäger

Max Kruse ist geläutert. Vor wenigen Jahren gab es noch Stress, weil er Bargeldkoffer in Berliner Taxen liegen ließ und eine Bild-Reporterin öffentlich anging. Dafür strich ihn Joachim Löw aus dem Nationalmannschafts-Kader. Also spielt Kruse für Bremen und schießt einfach nur noch Tore. In dieser Saison sind es nur fünf, aber alles besser als die ganzen Skandale. Obwohl: Kruse hat jetzt ein Racing-Team gegründet. Wie auch immer das gegen die Bayern helfen soll.

Stress mit Frauen, nackte Tatsachen, Koffer voller Geld. Ailton kennt das alles aus dem Dschungelcamp. Während seiner Karriere stand aber (meistens) der Fußball im Vordergrund. Der Kugelblitz schoss Tore, die schöner waren als jedes brasilianische Model. Unvergessen bleibt sein Heber, drei Spieltage vor Schluss auf dem Weg zur Meisterschaft, gegen Oliver Kahn - 3:0! Die Bremer waren Meister. In München. Und Ailton lag weinend auf dem Rasen.

Wenn heute ein Bremer weint, dann wohl nur, weil es zweistellig gab. Deshalb:

Bremen 2018: 0
Bremen 2004. 1.

Der Trainer

Thomas Schaaf gegen Florian Kohfeldt.

Ernsthaft, Leute, das kommentieren wir jetzt nicht.

Bremen 2018: 0.
Bremen 2004: 2.