Das Duell des Spieltags: Köln gegen Hertha

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Köln gegen Hertha ist das Festival der schlechten Laune. Aber wer wird in diesem Schneckenrennen die Nase vorn haben? Wir machen den Check.

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Was wird nicht alles geschrieben und geunkt vor jedem Bundesliga-Spieltag?! Es werden Statistiken gewälzt, Taktiken analysiert und Befindlichkeiten geraten. Die wirklich harten Fakten fallen dabei allzuoft hinten rüber. Mit dem 11FREUNDE-Duell zum Spieltag gehört das fortan der Vergangenheit an. Denn hier zählt, was sonst nirgends zählt, und am Ende den Unterschied ausmachen wird. Ganz bestimmt. Also: vielleicht. 

Der Kader

Könnte der 1. FC Köln mit einer Mannschaft aus Verletzten spielen, es wäre eine richtig gute Truppe. Jonas Hector, Marcel Risse, Dominique Heintz, Marco Höger, Simon Zoller, Dominic Maroh, Jhon Cordoba, Joao Queiros, Christian Clemens und Jannes Horn fallen aus. Frederik Sörensen ist gesperrt. Insgesamt sind noch 13 Profis einsatzbereit. Ein Zustand, der erste Köln-Fans dazu veranlasste, ihren Spielerpass rauszukramen (letzter Einsatz: 1999). Peter Stöger will es erst einmal mit Jungs aus der eigenen Jugend versuchen. Bezeichnend.

Nur vier Verletzte bei der Hertha - dieser Punkt scheint an den Hauptstadtklub zu gehen. Aber mitnichten. Denn nicht nur die rätselhafte Knieverletzung von Vladimir Darida sorgt für Sorgenfalten, auch neun Monate nach seiner Knorpelverletzung wird Julian Schieber noch nicht rechtzeitig fit sein. Deshalb: klare Punkteteilung.

1. FC Köln: 1.

Hertha BSC: 1.

Aktuelle Form
Um es kurz zu machen: beide Formkurven zeigen tiefer nach unten als der Aktienkurs von AirBerlin. Der 1. FC Köln hat am Donnerstag aber gewonnen. 1:0 gegen den übermachtigen Gegner Arsenal, weshalb in der Domstadt wieder alles vom Europapokal träumt. Allerdings: nur ein Tor, und das vom Elfmeterpunkt.

Hertha ist nach der Niederlage gegen Bilbao in der Europa League ausgeschieden, schoss aber immerhin zwei Tore. Genau genommen drei, wenn man Sebastian Langkamp fragt. Deshalb: knapper Vorteil für die Hertha.

1. FC Köln: 1.

Hertha BSC: 2.

Der Slogan
Ein Schneckenrennen der schlechten Laune an dieser Stelle. Denn wie kann die Seele eines Vereins schneller verkauft werden, wenn nicht mit einem gagigen - Achtung, Ironie - Werbeslogan? »We try, we fail, we win« der Hertha ist vor allem viel Fail und wenig Win. In Worten ist dieser buchstabengewordene Albtraum kaum zu beschrieben, in Zahlen schon: 0/10.

Schlimmer traf es aber die Kölner, deren Slogan »Spürbar anders« vom Europäischen Gerichtshof nicht als Marke eingetragen wurde. Grund: fehlende Originalität. So viel dazu. Im Endeffekt also jeweils ein Minuspunkt für beide Vereine.

1. FC Köln: 0.

Hertha BSC: 1.