Das Duell des Spieltags (2): Stöger vs. Nouri

Nacktmull und Hosenplatzer


Das Spiel zwischen Köln und Werder ist richtungsweisend für den Abstiegskampf in der Bundesliga. Und für Peter Stöger und Alexander Nouri. Wir ermitteln, wer im direkten Duell die Nase vorn hat.

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Was wird nicht alles geschrieben und geunkt vor jedem Bundesliga-Spieltag?! Es werden Statistiken gewälzt, Taktiken analysiert und Befindlichkeiten geraten. Die wirklich harten Fakten fallen dabei allzuoft hinten rüber. Mit dem 11FREUNDE-Duell zum Spieltag


 gehört das fortan der Vergangenheit an. Denn hier zählt, was sonst nirgends zählt, und am Ende den Unterschied ausmachen wird. Ganz bestimmt. Also: vielleicht. 

Die Profi-Karriere


Klarer Fall: Unentschieden. Der eine, Nouri, hat sich vor allem im hohen Norden versucht: Bremen, Oldenburg, Seattle. Der andere, Stöger, hat ausschließlich in Österreich reüssiert. Beides Provinz.

Und sowohl Nouri als auch Stöger haben auf dem Platz hauptsächlich im zentralen, offensiven Mittelfeld gewirkt. Dass Stöger (459) ein paar Erstligaeinsätze und Länderspiele (65) mehr vorzuweisen hat als Nouri (0), lässt sich mit einem Wort begründen: Österreich.

Geile Kicker waren sie beide so oder so. Erzählt man sich. In den Elternhäusern Stöger und Nouri. In Norddeutschland und Österreich. Also überall dort, wo der Fußball daheim ist.



Stöger: 1

Nouri: 1

Das Outfit


»Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren«, sagte einst Modezar Karl Lagerfeld. Wasser auf die Mühlen aller Kritiker Alexander Nouris, möchte man meinen. Trägt Bremens Coach doch konsequent Ballonseide an die Seitenlinie. Aber, möchte man jenen Kritikern entgegnen, er kann es eben verdammt nochmal auch tragen. 

Und so gespannt, wie Nouri jede Sekunde eines jeden Spiels mitleidet und lebt, kann man dann fast wieder froh sein, dass er eben nicht auf Anzugträger macht. Denn was passiert, wenn enervierende Trainer auf feinsten Stoff treffen, hat man wiederholt beim Hosenplatzer Pep Guardiola gesehen. Und das, mit Verlaub, finden wir super-super-naja.

Bei Peter Stöger wiederum weiß man gar nicht so genau, was er unten herum trägt. Es könnte ein Rock sein, oder Nichts, oder ein Sari, oder was immer die Hipster dieser Welt inzwischen zur Befreiung ihrer eigenen, tiefenverklemmten Selbstbehauptung so an die Körper pappen, damit auch ja jeder staunt. Denn bei Peter Stöger kommt man nie weiter als bis zur Brust.

Weil man erst sehr lange über das jeweils aktuelle Brillenmodell staunt, ehe man an den Sponsorentafeln seines Kapuzenpullovers/Hemdes endgültig hängen bleibt. Ehe man plötzlich unheimlich Bock auf Manner-Waffeln hat. Ehe man völlig vergessen hat, dass man doch endlich mal schauen wollte, was Peter Stöger unten herum so trägt. Kurzum: Unentschieden auch in dieser Kategorie.



Stöger: 2

Nouri: 2

Die Interviews
Wie die Tanzlehrerin unseres Vertrauens uns nach jeder Stunde Standardtanz zuraunte: No Contest. Alexander Nouri könnte in seinen Interviews Adorno zitieren und dabei in bisher unbekannter Art und Weise und gekonnt Didi Hallervorden-Witze einfliessen lassen, er könnte sich eine Mehmet-Scholl-Bauchpuppe auf den Unterarm legen und sprechen lassen, er hätte in dieser Kategorie niemals eine Chance gegen den Wiener Schmäh Peter Stögers.



Stöger: 3

Nouri: 2



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