Chile feiert den Vidal-Transfer

Warum sich »Fox« die Hände reibt

Sprachlich wird Vidal in München gut aufgehoben sein: von den insgesamt 28 Spielern im Kader des FC Bayern München sind nebst Trainer Guardiola und dessen Trainerteam, fünf spanische und drei brasilianische Spieler im Kader, auch die Brasilianer werden kein Problem haben, sich mit der Neuling zu verständigen. Der große Gewinner bei diesem Transfer ist dann aber doch ein anderer: die US-Sender »Fox«.

Ein guter Transfer – auch für die DFL

Die Amerikaner erwarben vor zwei Jahren die Lateinamerika-Exklusivrechte für die Liveübertragung des Topspiels am Samstag, sowie einer Zusammenfassung der weiteren Partien. Zwar ziehen Spielerfiguren wie Messi, Neymar und Mascherano in den fussballverrückten Ländern wie Argentinien und Brasilien immer noch mehr TV- Zuschauern an. Doch die starke Marke Bundesliga gewinnt immer mehr enthusiastische Fans. Nicht nur im Südzipfel Südamerikas. Fazit: Mit der Verpflichtung von Arturo Vidal darf man der DFL zum Start der Meisterschaft im traditionell Deutschlandfreundlichen Chile mit seinen drei Millionen Kabelfernsehkunden, sechs Millionen Haushalten und fast 17 Millionen Einwohnern, ein wichtiger Coup im Land des frisch gebackenen Copa América-Gewinners nur gratulieren.

Schon am kommenden Samstag überträgt »Fox Sports« das Supercup-Finale zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayern München live. Vermutlich mit Arturo Vidal auf dem Platz. Wenn das Spiel in Wolfsburg angepfiffen wird, ist es in Chile 15:30 Uhr. Wie die Deutschen wissen: eine ziemlich gute Zeit, um sich ein Fußballspiel anzuschauen. Für die Popularität der Bundesliga hat sich der Vidal-Transfer schon vor dessen ersten Einsatz gelohnt.