Bremer Gedankenspiele

Michael, komm doch zu Werder!

Chelsea London will ihn nicht mehr, Real Madrid hat mit Arjen Robben und Wesley Schnejder keinen Bedarf mehr und die Bayern können ihn sich laut des Kaisers “nicht mehr leisten”. Wohin führt der Weg des Michael Ballack?
Seine besten Spiele hat er gemacht, wenn Torsten Frings in der Defensive für ihn aufgeräumt und ihm den Rücken freigehalten hat. Dann hatte Ballack freien Weg nach vorne und konnte seine Torgefährlichkeit ausspielen. Ich habe die Diskussion schon sehr oft initiiert und bisher konnte mich noch keiner vom Gegenteil überzeugen: Michael Ballack war in der WM mit Sicherheit nicht der spielbestimmende Spieler des deutschen Teams, aber er war meines Erachtens nach einer der wichtigsten Garanten für den Erfolg. Seine Präsenz auf dem Platz macht ihn für die Nationalmannschaft unbezahlbar.

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Bei Werder könnte Ballack auf der Position spielen, auf der er am effizientesten ist: als hängende Spitze. Im Kopfballspiel kann ihn kaum einer stoppen und auch die Kelle aus der zweiten Reihe sucht seines gleichen. Werder würde dann mit nur noch einem Stoßstürmer spielen. Ob dies Sanogo, Rosenberg oder Almeida übernehmen werden, ist für mich noch offen. Auf jeden Fall könnte Diego dann endlich als richtiger Spielmacher fungieren und den Raum von Mittellinie bis Strafraum beackern. Zurzeit muss er sich viel zu sehr auf das Toreschießen konzentrieren, womit die Qualität des Spielaufbaus stark nachlässt. Über links und recht kommen dann Carlos Alberto und Tim Borowski, Frings übernimmt die 6er-Position. Mit Fritz und Tosic haben wir Leute, die Ballack mit Flanken füttern könnten. Damit würde das Bremer Spiel eine Unberechenbarkeit erreichen, die es in der Ailton- und Klose-Ära nie hatte.

Ich gebe zu: für das finanzielle Problem habe ich auch noch keine abschließende Lösung gefunden. Allerdings würde der Trikotverkauf (besonders bei den weiblichen Fans in und um Deutschland) ungeahnte Dimensionen annehmen. Dazu kommen die nahezu sicheren Millionen aus dem europäischen Geschäft.

Jetzt gilt es also die Hinrunde mit Ach und Krach zu überstehen, um dann richtig anzugreifen. Michael, ich freue mich auf dich!