Bremen-Bayern: Ein fiktiver Spielverlauf

Uns Levin!

Bremen hat gegen Bayern eigentlich keine Chance. Oder doch? Ein fiktiver Spielverlauf.

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15.25 Uhr
Was für ein Pech für die Bayern! Erst verletzt sich Manuel Neuer beim Aussteigen aus dem Mannschaftsbus (ein kleiner, etwa 68 Jahre alter Mann mit Glatze, Schnäuzer und Manager-Vergangenheit hatte dem Welttorhüter fies sein SPD-Partei-Buch zwischen die Beine geschmissen), dann fügen sich Tom Starke und Pepe Reina beim Einschlagen gegenseitig einen komplizierten Netzhautanriss zu. Guardiola sieht sich offenbar gezwungen, Jerome Boateng ins Tor zu stellen. Klassischer Werder-Dusel!

2. Minute
Durch eine Kombination über 44 Stationen führt der FC Bayern im Weserstadion mit 1:0. Torschütze ist Robert Lewandowski, der den Ball letztlich mit dem rechten Ohrläppchen ins Tor schlenzt. Eine gemeine Provokation für die Bremer, die auch noch darin gipfelt, dass Matthias Sammer den Treffer mit der so genannten »Puck-Geste« vor Thomas Eichin zelebriert.

15. Minute
Die bayrische Übermacht ist erdrückend. In Zahlen: 98 Prozent Ballbesitz, 17:1 Ecken, 13:0 Torschüsse, 1:0 Puck-Gesten. Franco di Santo war noch nicht einmal am Ball, Innenverteidiger Sebastian Prödl dagegen musste bereits 13 Kilometer zurücklegen und wird von Viktor Skripnik schließlich mit der Auswechslung erlöst. Für ihn kommt Levin Öztunali aufs Feld, der Enkel von Uwe Seeler.

16. Minute
Unglaublich, aber wahr: Skripnik hat seine Viererkette aufgelöst und lässt nun mit Libero (Öztunali), zwei Manndeckern und Vorstopper (Felix Kroos) spielen. Sein Trainerkollege Pep Guardiola muss von Tiger Gerland mit Riechsalz wieder ins Leben geholt werden.

31. Minute
Den Bayern ist der Schock über die taktische Rückwärtsentwicklung um 20 Jahre ins Gesicht geschrieben. Seit der 20. Minute ohne eigenen Torschuss, sieht sich der Rekordmeister gezwungen, das eigene Spiel zu verändern, mit mäßigem Erfolg. Für einen Lacher sorgte der Toilettengang von Thomas Müller in Minute 25, Jannik Vestergaard hatte den Nationalspieler tatsächlich bis aufs Pissoir begleitet.

44. Minute
Die Kameras blenden einen enthusiastisch grinsenden Otto Rehhagel ein, der sich offenbar wunderbar mit seinem Gesprächspartner im Handygespräch zu verstehen scheint. Wie sich nun herausstellt, handelt es sich dabei um Rehhagels ehemaligen Schüler Rune Bratseth. Selten hat man Rehhagel so losgelöst gesehen! Jetzt ballt er gar euphorisch die Faust und wirft Viktor Skripnik ein paar Handküsse zu!