Blatters Rede übersetzt

»Muss zurück auf meinen Heimatplaneten«

Mit einer emotionalen Rede legte Sepp Blatter am Dienstag sein Amt als Fifa-Präsident nieder. Aber was sagte er eigentlich genau? Unser Übersetzer weiß Bescheid.

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»I have been reflecting deeply about my presidency and about the forty years in which my life has been inextricably bound to FIFA and the great sport of football«

Meint:
»Ätzend. Da hängt man gemütlich schlummernd von der Decke seines transsilvanischen Schlosses und träumt von sexy Geldströmen, und plötzlich hämmert Jerome an die Tür. Der Beschiss der letzten vierzig Jahre sei aufgeflogen, sagte er, und dass wir schleunigst unsere Geldkoffer packen müssten. Na gut, denk ich, ab in die Sklavenarbeiter-Rikscha und ins Kommandozentrum, gucken, was man noch mitgehen lassen kann. Aber dann stolpert man hier so in den Konferenzraum und alles ist voll mit Journalisten. Eigentlich wollte ich nur die Kronleuchter aus der Decke schrauben.


»Therefore, I have decided to lay down my mandate at an extraordinary elective Congress.«

Meint:
An alle Kritiker, die behauptet haben, ich klebe an meinem Sitz: Das war nur, weil mir das Schmiergeld aus den Taschen geflossen ist und in Kombination mit meinen öligen Aussagen und dem Fifa-Filz, mit dem mein Sessel bezogen ist, einen klebrigen Film gebildet hat. Aber jetzt ist gut, ich hör auf. Lasse mir von Mohammed bin Hammam ein schönes Schlösschen auf den Cayman-Inseln bauen. Der kennt da eine günstige Baufirma aus Katar, sagte er, aber man müsse bald anfangen, sonst sind die ganzen Arbeiter tot. Pff, Faulpelze.


»I cherish FIFA more than anything and I want to do only what is best for FIFA and for football. I felt compelled to stand for re-election, as I believed that this was the best thing for the organization.«

Meint:
lol