Best, Berbatow, Gascoigne und Co.

»George Best: Unbelievable!«

Bayer Leverkusen – FC Bayern 3:0 (1981, Bundesliga), Arne Larsen Oekland
Beim 3:0-Sieg gegen den FC Bayern gelingt Leverkusens Arne Larsen Oekland zunächst ein lupenreiner Hattrick. Schiedsrichter Udo Horeis erkennt ihm sogar ein viertes Tor zu, der Norweger räumt allerdings kurz darauf ein, dass sein Schuss nur am Außennetz gelandet ist. In den kommenden Tagen erhält er säckeweise Fanpost. Auf die Frage, ob er auch beim Stand von 0:0 so reagiert hätte, antwortet er: »Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe es, denn ich mag keine Lügen.«




San Jose – Fort Lauderdale 3:2 (NASL, 1981), George Best
Vor Jay-Jay Okocha war George Best. Der erste Popstar des Fußballs, der fünfte Beatle tanzt während seines Karriere-Abends durch amerikanische Stadien und die Gegner reihenweise schwindlig. Fünf Verteidiger versuchen vergeblich, sich den neun Haken Bests zu widersetzen. Dann schlägt es aus fünf Metern ein. »Great goal«, ruft der Kommentator des US-Fernsehens. Um seine offensichtliche Untertreibung schnell zu korrigieren: »Unbelievable.« Wie wahr.




Belgien – Saudi-Arabien 0:1 (WM 1994), Said Al-Uwairan
15 Meter hinter der Mittellinie kommt al-Uwairan an den Ball, treibt ihn am ersten Gegenspieler vorbei, am zweiten, schüttelt den nächsten ab, bevor er 20 Meter vor dem Tor zwei weitere Belgier aussteigen lässt. Im Strafraum stellen sich ihm ein Abwehrspieler und der Torwart entgegen, aber al-Uwairan gelingt im Fallen der Abschluss. Zur Belohnung bekommt er einen neuen Spitznamen: »Wüsten-Maradona«.