Bayern vs. Verbände: Ein Best-of

» Man hat uns Arjen Robben enteignet«

Denn wie gerne sich Rummenigge und Co mit Verbänden anlegen, beweist der jüngste Konflikt mit dem DFB. Hoeneß’ Drohung, bei einem Torwart-Wechsel von Neuer zu ter Stegen würde der Rekordmeister seine Abstellungen an die deutsche Auswahl komplett einstellen, schlug hohe Wellen. Auch diese Äußerung entbehrte nach UEFA-Statuen jeder Grundlage, sodass Hoeneß ein paar Tage später zurückruderte und einräumte, er würde diese Aussage »mit etwas Abstand so nicht mehr« treffen.

 

Beim DFB zeigte man sich ob des Gekeifes unbeeindruckt. Joachim Löw ließ verlauten, solche Ausführungen würden ihn »nicht beeinflussen« und Oliver Bierhoff gab zu verstehen, für derlei Angriffe »kein Verständnis« zu haben. Zwar zeigten sich die Bayern-Chefs über die Abwehrhaltung des DFB erneut »irritiert« (darf bei Verbandsstreitigkeiten eigentlich auch anders reagiert werden?), nichtsdestotrotz wird Manuel Neuer - bis auf das heutige Freundschaftsspiel gegen Argentinien - weiter den Vorzug gegenüber ter Stegen erhalten. Laut Hoeneß sogar so lange, bis der Barcelona-Keeper »einen grauen Bart« trage. 

 Demolierter Mietwagen

Eine weitere Episode der bayrischen Dauerfehde mit den Verbänden ist die Feindschaft mit einem deutschen Lieblingsgegner: der Niederlande. Zwischen 2010 und 2012 lag der FCB mit dem holländischen Verband im Langzeitclinch. Auslöser für die damaligen Streitigkeiten waren die Verletzungen von Mark van Bommel und Arjen Robben.

 

Der Flügelspieler kam nach dem WM-Finale 2010 mit einem Muskelfaserriss an die Säbener Straße zurück und verpasste deshalb die komplette Hinrunde. Für die Münchner ein klarer Fall: Hätten die holländischen Ärzte sauber gearbeitet, wäre Robben gar nicht erst zur WM gefahren. Oder um es mit den damaligen Worten von Karl-Heinz Rummenigge zu erklären:

 

»Wenn ich ein Auto miete, muss ich das ja auch in ordentlichem Zustand zurückgeben. Man hat uns, wenn ich das mal so sagen darf, Arjen Robben enteignet und dann demoliert wieder in die Garage gestellt.«