Auf welche Schlüsselspieler es bei der U19 jetzt ankommt

Fünf für Frank

Aller Anfang ist schwer. Die U19 verliert ihr EM-Auftaktspiel mit 4:1 gegen die Niederlande. Doch 11FREUNDE, das Magazin des unbegrenzten Optimismus, bleibt zuversichtlich. Hier sind die fünf Hoffnungsträger der U19-Nationalmannschaft.

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Etienne Amenyido – angriffslustiges Potpourri

»Schule steht bei mir auf einer Stufe mit dem Fußball«, sagt Etienne Amenyido. Und seine Lehrer wischen sich heimlich eine Träne von der Wange. Das Fußballgeschäft ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt. Durch seine Verletzungshistorie ist Amenyido sich diesem Risiko durchaus bewusst. Lange stand er im Schatten seines  Sturmkollegen Janni Serra.

Durch dessen Verletzung spielte er sich beim BVB und in der Nationalmannschaft in den Fokus. »Etti« bietet das ganze Potpourri der Stürmerkunst. Dabei vereint er große Torgefahr, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke. »Er reißt Räume auf, geht sehr gut in die Tiefe, ist robust in Zweikämpfen und reibt sich auf«, sagte U19-Nationaltrainer Kramer. Bis zu den Profis hat es bisher noch nicht gereicht. Im schlimmsten Fall bleibt ihm sein Abitur.

Ekstatisch: Aymen Barkok

Aymen Barkok - Karohemd und Samenstau, ich studier Maschinenbau

Aymen Barkok ist ein »Maschi«. Das Studium als zweites Standbein. Das erste befindet sich aktuell bei Eintracht Frankfurt. Das Talent des 19-Jährigen lässt bereits Scouts weltweit zittrig werden.

Aufgewachsen ist er in Frankfurt-Nordwest. Der Heimat des vulgären Sprechgesangs. Hier sind Max-Giesinger-Fanklubs Mangelware. Auf »özilsche« Art perfektionierte er seine Technik in den Affenkäfigen der Nachbarschaft.

Bis 2013 spielte er bei Kickers Offenbach. Per Facebook kam die Anfrage aus der Franfurter Jugendabteilung. »Die Eintracht hat da ein Juwel in den eigenen Reihen«, attestiert Trainer Kovac. Beim Bundesligadebüt gegen Bremen glänzte der Mittelfeldspieler mit einem Treffer und einem Assist. Das Studium hat kaum begonnen und liegt bereits ad acta. Bei der Eintracht gab es kürzlich einen Profivertrag bis 2021. Gegen Holland sorgte er gestern immerhin für den Führungstreffer.

Hände hoch: Gökhan Gül

Gökhan Gül - »Pac-Man«

»Ich war nicht in Bestform und auch ein bisschen pummelig«, resümiert der heute 18-Jährige. Von den Auswirkungen pubertärer Hormone geplagt, wurde die U13 zum Scheidepunkt für Gökhan Gül. Anstatt eines Doppel Whoppers legte er Extraschichten mit seinem Vater ein.

Das Resultat: Zwei Jahrgänge übersprungen und mit 15 Jahren das erste Profitraining. Aufgrund seiner bissigen Zweikämpfe verpasste ihm sein Co-Trainer den Spitznamen »Pac-Man«. »Der Spitzname ist ganz okay, auch wenn ich das Spiel gar nicht kannte«, sagt Gül.

Seit seiner Jugend beim VFL Bochum, wechselte er zur vergangenen Winterpause nach Düsseldorf. Dafür gab es harsche Kritik von den Fans. Friedhelm Funkel freut sich über den Verteidiger: »Er verfügt über ein sehr großes Talent und wird bei uns die nächsten Schritte machen und sich weiterentwickeln.« Die Extraschichten haben sich gelohnt.

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