Arminia Bielefeld zwischen den Stühlen

Willkommen in Liga 1,5

Unser Arminia-Experte Thomas Baumann ärgert sich über „Die Zeit“. Nicht über die Zeit, in der die Bielefelder im unteren Tabellendrittel stecken. Sondern über gleichnamige Wochenzeitung, die darüber schreibt. imago images
Die Zeit, die Sport-Bild für den Bildungsbürger, hat ja ein besonderes Verhältnis zu Arminia: Arminia dürfte nach Meinung der Zeit-Redakteure gar nicht in der Bundesliga spielen. Zeit-Autorin Clara Boie argumentierte vor Wochen noch mit der chronischen Erfolglosigkeit in der Vergangenheit von Arminia und wurde dafür nicht nur heftig beschimpft (natürlich nicht von uns, sondern von der taz), sondern wurde ihre Argumentation auch eindrucksvoll widerlegt (selbstverständlich nicht durch eine taz-Argumentation, sondern durch die unserer Wenigkeit).

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Zeit-Autor Christoph Ruf geht es nun um die Perspektive und schreibt, dass Arminia dort ist, wo sie hingehört – dass dies aber in Echt ja gar nicht die erste Liga ist:

„Fans des VfL-Bochum oder von Arminia Bielefeld werden in diesem Leben keinen Uefa-Cup-Platz mehr feiern können (…) Es ist leider so: Die Tabelle lügt nicht. Allenfalls gaukelt sie einen Qualitätssprung zwischen erster und zweiter Liga vor, der spätestens seit dem Enteilen der Krösusse nicht mehr die Realität abbildet: Bielefeld oder Cottbus sind leistungsmäßig von guten Zweitligateams wie Mainz oder Fürth deutlich weniger weit entfernt als von Bremen oder Schalke. Die wahre Trennlinie zwischen Deutschlands Fußballmannschaften verläuft also in etwa auf Platz 10 der Erstligatabelle und endet auf Platz 8 der Zweitligatabelle.“ (Quelle: Christoph Ruf, zeit.de)

Man kann sagen, er blicke qualitätsjournalistisch nüchtern mit dem üblichen „Geld Schießt Eben Doch Tore“-Blabla auf’s Bundesliga-Geschehen. Man kann die Situation aber auch wie Jan Christian Müller (FR) beschreiben…