Aogos Haare: Was für Cornrows spricht – und was dagegen


Flechter Scherz


Deutschland hält den Atem an: Soll Dennis Aogo sich wieder Cornrows flechten lassen? Oder doch die Haare weiterhin offen tragen wie bisher? 11FREUNDE-Fashion versucht zu helfen.



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Zunächst die Fakten: Kürzlich bat Dennis Aogo in einem Video seine Follower um Hilfe, sie mögen ihn doch bitte hinsichtlich der Frage beraten, ob er sich wieder Cornrows flechten lassen solle oder nicht. Er selber sei dafür, seine Frau Ina allerdings dagegen. Weshalb wir an dieser Stelle das tun, was wir immer tun, wenn es um die großen Entscheidungen im Leben geht: Wir schieben jeden Gedanken an die Entscheidung beiseite und wärmen uns zunächst mal die Brühwurst vom Vorabend auf. Und fegen danach den kompletten Hinterhof aus. Und sortieren dann alte Chupa-Chups-Caps nach Farbe und Gewicht. Und gucken danach alle Alle-unter-einem-Dach-Folgen. Und gucken sie dann alle noch ein zweites Mal, wobei wir versuchen, jede Steve-Urkel-Punchline synchron mitzusprechen. Um dann, wenn wirklich alles »erledigt« ist, was man noch nie erledigen wollte, eine unnötige Pro/Contra-Liste anzulegen.

Was für Cornrows spricht:
Aogo sagt es in seinem Video selbst: Cornrows fangen recht schnell an zu müffeln – wenn man denn jeden Tag Sport treibt. Da das, was Aogo mit dem VfB Stuttgart zuletzt so veranstaltete, mit Sport nicht allzu viel zu tun hatte, besteht diese Gefahr bei ihm glücklicherweise nicht.

Was gegen Cornrows spricht:

Laut Wikipedia ist das Flechten von Cornrows abhängig von der Sensibilität der Kopfhaut und der Vorsicht des Flechtenden unangenehm bis schmerzhaft. Da das, was Aogo mit dem VfB Stuttgart zuletzt so veranstaltete, unangenehm bis schmerzhaft genug war, sollte er lieber auf Cornrows verzichten.


Was für Cornrows spricht:
Allen Iverson, X to the Z Xzibit, Kendrick Lamar, Zé Roberto, Michael Mancienne: Ikonen aus Sport und Popkultur trugen Cornrows voller Stolz und Würde und verhalfen der einstigen Skandal-Frisur zu weltweitem Ruhm.



Was gegen Cornrows spricht:



Was für Cornrows spricht:
Jede Frisur sendet eine Message in die Welt. Wer als Bundesliga-Fußballer Cornrows trägt, sagt der Welt zum Beispiel: »Seht her, mir ist eigentlich eh längst alles egal.« Was sich als Spruch übrigens auch super eignet, um ihn in Schnörkelschrift auf den unterhalb der Cornrow-Enden hervor schimmernden Nacken zu tätowieren.



Was gegen Cornrows spricht:

Am Wochenende tauchte Leroy Sané mit Cornrows bei der Nationalmannschaft auf. Was cool war. Würde Aogo allerdings ausgerechnet jetzt im VDV-Trainingscamp ebenfalls mit der Frisur antanzen, würde er, ob er denn will oder nicht, wie ein Trittbrettfahrer wirken. Was wiederum für Ärger mit VfB-Buddy Ascacibar sorgen dürfte. Schließlich duldet der keine anderen Treter neben sich.

Was für Cornrows spricht:

Wer Cornrows trägt, kann alles tragen. Zum Beispiel Abstiege mit Fassung oder die Verantwortung für schlechte Frisuren-Gags.



Was gegen Cornrows spricht:

Wer Cornrows trägt, läuft Gefahr, in der Freizeit auch Bandanas um diese Cornrows zu wickeln. Was nun wirklich nicht in Ordnung ist, wenn man nicht aus Compton kommt. Oder zumindest wen kennt, der sich schonmal ein Video angeschaut hat von dem Typen, der mit dem BMX durch Compton fährt und sich dabei filmt.

 


Was für Cornrows spricht:
Wer Cornrows trägt, spart monatlich etwa 1,99 Euro Kamm-Kosten. Ganz zu schweigen von den wegfallenden Kosten für einen Kamm-Corder. Hüstel. 

Was gegen Cornrows spricht:
Wer Cornrows trägt, muss sich jeden einzelnen Hut um eine Größe weiten lassen. Was grade für einen (vermutlich) hutaffinen Mann wie Aogo teuer werden dürfte.

Fazit:
Aogo muss selber wissen, was er tut und was er lässt. Was wir an dieser Stelle nur so knapp und on point formulieren, weil wir schleunigst Feierabend machen müssen. Um 16:00 Uhr ist unser Termin im Afro-Shop.