Als ich (nicht im Bild) plötzlich wählen musste

Bester Mann

Alex Raack sah es nicht kommen, deshalb ist er jetzt ganz aufgeregt: erstmals darf er mitmachen bei der Wahl zum »Fußballer des Jahres«. Und nun?

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Um das vorweg zu nehmen: ich habe es nicht wirklich so mit meinem Berufsstand. Es gibt Kollegen, die auch außerhalb der Arbeitszeit mit Sportjournalisten abhängen und sich über Sportjournalisten-Sachen unterhalten. Und ich spreche nicht von meinen Kollegen bei 11FREUNDE. Die sind alle unglaublich attraktiv, witzig und wohlriechend, so dass ich am liebsten 24/7 mit ihnen im Büro sitzen würde. Aber auf Pressetribünen oder Veranstaltungen suche ich mir lieber eine ruhige Ecke oder betrinke mich mit den Praktikanten.

Vielleicht mal zum Therapeuten

Nicht etwa, weil (Sport)Journalisten so anstrengend sind. Viele sind es, viele auch nicht, wie überall eben. Aber da jedwede Form von Klüngelei bei mir allergische Reaktionen hervorruft, klinke ich mich da lieber aus. Es fällt mir schon schwer, mich gegenüber anderen als Journalist zu bezeichnen. Vielleicht muss ich mit diesem Klüngel-Problem mal zum Therapeuten.

Unter der Woche aber erreichte mich ein Schreiben aus der »Kicker«-Redaktion. Ich erwartete eigentlich ein unschlagbares Jobangebot, aber es war noch viel besser. Die Einladung zur Teilnahme an der Wahl des »Spieler des Jahres«. Hat nicht damit zu tun, weil ich so toll schreiben kann, sondern seit neuestem Mitglied beim »Verband Deutscher Sportjournalisten« bin. Und kaum fielen mir die Stimmzettel für den Fußballer(in) und Trainer des Jahres in die Hände fühlte ich mich plötzlich dazugehörig. Ich weiß noch nicht, ob ich das wirklich gut finden soll.