Alles gut auf Schalke?

Love is in the air

Was so ein Gespräch doch alles bewirken kann. Da werden Mißverständnisse ausgeräumt, Treueschwüre getätigt und überhaupt wird dann wieder alles so, wie es in guten Zeiten war - hoffentlich... Imago Es geht doch!
Gerald Asamoah und Mirko Slomka haben sich nach zwischenzeitlichem Ehekrach wieder lieb. In einem zweieinhalbstündigen Krisen-Gespräch wurden alle Unklarheiten beseitigt, alle Beteiligten (Asamoah, dessen Berater Jürgen Milewski, Trainer Slomka und Manager Müller) waren danach so glücklich wie Reiner Calmund am Buffet.
„Wir wollten eine gemeinsame Zukunft mit Gerald finden, nicht über seine Person richten“ betonte ein zufriedener Übungsleiter Slomka. Auch Assauer-Nachfolger Andreas Müller säuselte „Man kann immer unterschiedliche Meinungen haben, wichtig ist nur, dass Schalke 04 und Gerald Asamoah weiterhin positiv zusammenarbeiten wollen. Er ist ein Aushängeschild unseres Klubs.“
Und der Gescholtene selbst frohlockte: „Es war ein super Gespräch. Ich habe meine Meinung dargelegt und will nun weiter auf Schalke spielen“

Vergeben und vergessen die Vorwürfe, Asamoah habe Trainer Slomka aufgrund seines Ersatzspielerdaseins mit öffentlicher Kritik gedroht. Der dienstälteste Schalker gehört ab sofort wieder zum Kader der Königsblauen. Dabei schien gestern noch eine Trennung kurz bevorzustehen, wurde Asamoah von Müller doch als Wiederholungstäter in Sachen Trainerdrohung bezeichnet. Und auch der Aktive selbst schien zunehmend lust-auf-Schalke-los: „Ich fühle mich durch die Suspendierung verletzt“ gab der Stürmer sein Seelenleben preis.
Passé. „Es war ein reinigendes Gespräch“ bekräftigten alle Beteiligten heute Vormittag.

Obwohl, ein Gespräch steht noch aus: Halil Altintop, Neuzugang und Asamoah-aus-der-Startelf-Verdränger, soll nämlich die Petze sein, die Asamoahs Äußerungen (die er, um es zu verkomplizieren, so gar nicht getätigt haben soll) an Berater Roger Wittmann weiterleitete, der wiederum dann Schalke-Manager Andreas Müller informierte. Was folgte, war die Suspendierung des Nationalspielers.
Doch auch hier soll es ein Missverständnis gegeben haben – Altintop bot Asamoah schon ein Gespräch an. Damit es bald wieder heißt: Love is in the air...

Schließlich kann man „totale Dominanz“ nur mit einem intakten Team ausüben...
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