Adrian Mutu spielt in Rap-Video von Snoop Dogg mit

The Adrian Mutu Party

Warum das alles hier und heute wichtig ist? Weil Snoop zurück ist im Fußball-Game. Er will ein Musikvideo mit einem ehemaligen Fußballstar machen. Nicht mit Beckham, nicht mit Ronaldinho. Snoop brauchte einen richtigen Skandaltypen. Einen wie ihn. Einen Player.
 
Wer blieb? Richtig, Thorsten Legat und Adrian Mutu. Die Wahl fiel auf den Rumänen.
 
Mutu galt einst als das nächste große Ding im rumänischen Fußball nach Gheorghe Hagi. Doch er ließ seine Karriere ein wenig schleifen. Beim FC Chelsea, zu dem er 2003 für 22 Millionen Euro gewechselt war, fiel er wegen Kokainkonsums in Ungnade. Die FA sperrte ihn für sieben Monate. 2009 entschieden FIFA und der Internationale Sportgerichtshof CAS, dass Mutu eine Entschädigung von ca. 17,2 Millionen Euro an Chelsea zahlen muss.

2010, Mutu spielte damals recht erfolgreich für den AC Florenz, gab es wieder Probleme. Damals sperrte ihn das Nationale Olympische Komitee Italiens CONI für neun Monate. Mutu war des Dopings überführt worden. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich Snoop und Mutu mal treffen würden.

»...because he always likes to party«
 
Denn auch sonst ließ der Rumäne es neben dem Platz und vor allem abends ordentlich krachen. Und weil er das so schön tat, wie sonst keiner, gründeten Fans sogar die Facebook-Gruppe »The Adrian Mutu Party«. Da heißt es: »We support Adrian Mutu because he always likes to party. His pockets are always full of eightballs for everybody!«
 
Kann es ein besseres Bewerbungsschreiben für die Hauptrolle in einem Rapvideo von Snoop Dogg geben?
 
Ob er sie bekommen wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Momentan laufen die Castings. Gedreht werden soll Mitte April in Ungarn. Massimo Caroletti, der Produzent des Videos, ist guter Dinge, dass Mutu den Job bekommen wird. Zum einen ist er ein guter Kumpel von Snoop und Mutu, andererseits weiß er: »Mutus Zukunft liegt im Showbiz!« Außerdem befriedige ein Auftritt Mutus gleich zwei Zielgruppen: Männer, die seine Fußballkunst bewundern und Frauen, die auf Männer mit Modelgesichtern und Waschbrettbäuchen stehen. Auf so was stünden die Leute in Rap-Videos, weiß Caroletti.
 
Eine Aussage, die durchaus Sinn macht. Eine Aussage, die allerdings eine andere Sache zum Scheitern bringen wird: unsere eigene Bewerbung.