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Absurde Strafe für Schwedens Andreas Granqvist

Sockenschuss

Andreas Granqvist ist Schwedens Kapitän, hat die meisten Tore seines Teams erzielt und bei der WM den umsichtigen Abwehrchef gegeben. Jetzt muss er eine mächtige Strafe zahlen. Wegen seines Geschmacks.

imago


Schwedens Kapitän Andreas Granqvist macht nicht gerade den Eindruck, besonders viel Geld für Klamotten auszugeben. Die wenigen Fotos seines Instagram-Profils, die ihn nicht als Fußballer zeigen, lassen auf folgendes Fashion-Statement schließen: Hauptsache bequem. Nun hat sich aber ausgerechnet dieser Andreas Granqvist ein paar Socken geleistet - für insgesamt 100.000 Pfund.




Mag es modisch lieber schlicht: Schwedens Kapitän Andreas Granqvist (Foto: Screenshot Instagram)

Nicht dass die Fuß-Schmeichler der Firma »Trusox«, auf die neben Granqvist im Liga-Alltag auch Luis Suarez oder Australiens Mile Jedinak schwören, so viel kosten würden. Nein, die Sportsocken der englischen Firma mit den charakteristischen Punkten am Fersenbein sind schon für unter 40 Euro zu haben. 

Dafür aber ist der Zorn der Fifa mächtig und teuer.

So hat der Weltverband, der offenbar nicht damit einverstanden ist, dass nicht-offizielle Fifa-Partner so viel werbende Aufmerksamkeit erhalten, Granqvist nun laut einer Meldung mit 50.000 Pfund Strafe belegt, da dieser im Spiel seiner Schweden gegen England erneut mit den Socken der Schande auflief.





Es ist schon das zweite Mal, das Granqvist für seinen exklusiven Modegeschmack von der Fifa zur Kasse gebeten wird. Bereits nach der Vorrunde wurde er mit einem Bußgeld ebenfalls in Höhe von 50.000 Pfund belegt. Da kann man aus Sicht von Granqvists Vermögensberatern fast froh darüber sein, dass Schweden inzwischen ausgeschieden ist.



Merkwürdig mutet die Sanktionswut der Fifa dennoch an. Zumal mit der nun einsetzenden Berichterstattung das eintritt, was der Weltverband um jeden Preis verhindern wollte: Werbung für »Trusox«.



Und noch ein anderer Punkt gibt zu denken - die merkwürdige Bemessungsgrundlage der Fifa. Serbiens Trainer Mladen Krstajic möchte Schiedsrichter Felix Brych gern nach »Den Haag schicken«, vor das dortige Kriegsverbrechertribunal? 5.000 Schweizer Franken Strafe. Russische Fans hängen ein rechtsradikales Stadionbanner auf? 10.000 Schweizer Franken Strafe. Die kroatische Mannschaft trinkt vor der Verlängerung gegen Dänemark aus »nicht autorisierten Produkten«, also Getränke, die nicht dem offiziellen Sponsoren-Pool der WM angehören? 70.000 Schweizer Franken.



Wie lässt sich dieses unterschiedliche Maß deuten? Wie noch toppen? Ach ja, mit einem Sockenschuss für 100.000 Pfund (circa 132.000 Schweizer Franken).



Immerhin, könnte man meinen, ist nun wieder definitiv genug Geld in der Portokasse, um das nächste schöne Imagefilmchen zu drehen.