6 steile Thesen zur Rückrunde

Guardiola fliegt! Dortmund wird Meister! RB versagt!

Von wegen Langeweile in der Liga. Hier sind sechs Gründe, warum die Rückrunde so spannend wird wie nie.

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Guardiola fliegt!
Seien wir ehrlich: Die Meisterschaft ist in München noch in etwa so viel wert wie das Leergut auf der Geschäftsstelle. Was wirklich zählt, ist die Champions League, jener unausgereifte Vorgänger der Superduper-Europaliga, wegen der Kalle Rummenigge nachts wachliegt. Dumm nur, dass die Bayern im anstehenden Achtelfinale direkt den letztjährigen Fast-Sieger Juventus Turin zugelost bekommen haben. Die Alte Dame wird sich nämlich in feinster Italo-Manier eine Runde weitermauern, was nicht nur dafür sorgt, dass die Bayern – Schockschwerenot! – schon wieder nicht die Königsklasse gewinnen. Sondern auch dafür, dass Pep Guardiola, 2013 zum Siegeszug angetreten, im Frühjahr vorzeitig aus seinem Vertrag geschmissen wird und in der Vereinschronik ledigliche einen Platz im Schatten Jupp Heynckes’ einnimmt. Und während Guardiola Manchester United überraschend noch zum Meister macht, übernimmt in München Matthias Sammer.

Dortmund wird Meister!
Aber auch Sammer kann nicht verhindern, dass das durch das Pep-Beben erodierte Bayern-Gebilde in seine Einzelteile zerfällt und Punkte gegen Ingolstadt, Augsburg und Bremen liegengelassen werden, weil sich die Stars einfach nicht mehr auf die Liga konzentrieren können und/oder wollen. Der BVB wittert indes seine Chance, angeführt von Thomas Tuchel – immerhin ja so etwas wie der Pep Guardiola des kleinen Mannes – ziehen die Borussen an den Bayern vorbei und werden am letzten Spieltag dank eines Dreierpacks von Moritz Leitner noch Meister. Schöner Nebeneffekt: In Dortmund freut man sich noch über die Schale.

Aubameyang knackt Gerd Müllers Torrekord!
Zum absoluten Star der Saison wird dabei Pierre-Emerick Aubameyang. Schon in der Hinrunde 18 Mal erfolgreich, schießt der Gabuner in der Rückserie satte 25 Tore und knackt damit den ewigen Rekord Gerd Müllers. In München schäumt man ob der gleich doppelten Demütigung vor Wut. Und tut das einzig Sinnvolle: Die Münchner ziehen Aubameyangs Ausstiegsklausel von 2,5 Millionen Euro. Eingefädelt hat den Deal der neue Präsident: Uli Hoeneß.