5 Gründe, warum Werder das Nordderby gewann

Verrückte Bundesliga

Trotz Rückstand gewinnt Werder Bremen das Nordderby gegen den HSV. Diese 5 Gründe waren ausschlaggebend für den Werder-Sieg.

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Beim 107. Bundesliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen traf der Tabellenletzte auf den Tabellen-Sechzehnte. Das 108. Nordderby trugen der Tabellen-Elfte. und der Tabellen-Dreizehnte. aus. Die Ausgangslage hat sich binnen siebzehn Spieltagen komplett verändert. Statt in panischer Angst vor einem möglichen Abstieg zu versinken, konnten die Nordklubs vor dem Spiel sogar mit einem Auge nach oben schielen.

Am Ende war der Bremer Sieg nicht nur aus Prestigegründen wichtig. Mit ihrem 2:1-Erfolg schoben sie sich auf Rang 8 der Liga. Wie gelang Bremen der wichtige Erfolg im Nordduell? Wir liefern fünf mögliche Gründe:


1. Der HSV macht zu wenig aus der Anfangsviertelstunde
Unter Markus Gisdol gibt es für den Hamburger SV nur ein Motto: Pressing, Pressing, Pressing. Die Hamburger schieben im 4-2-3-1-System weit vor und verteidigen extrem kompakt. Der Hamburger SV will die Dynamik des Spiels zerstören. Der Gegner soll den Ball nicht zirkulieren lassen, sondern es soll ein schnelles Spiel entstehen. Hier kann der HSV seine Vorteile in der Geschwindigkeit ausspielen.

Diese Strategie geht beim HSV besonders in der Anfangsphase auf. Der Gegner kann unter dem hohen Druck der Hamburger nicht ins Spiel finden, sie selber spielen sofort schnörkellos nach vorne. So gingen sie auch gegen Werder früh in Führung. Im Nachhinein war das eine frühe Tor jedoch zu wenig, gerade da die Hamburger in der Anfangsphase noch weitere exzellente Chancen hatten.


2. Werder ist so schnell wie der HSV
Die Spielidee der Hamburger zielt darauf ab, die körperlichen Vorteile des robusten und schnellen Teams in eine überlegene Taktik zu gießen. Körperlich mögen die Hamburger den Bremern überlegen gewesen sein. Dies zeigte sich an der Vielzahl an zweiten Bällen, die der HSV gewann.

In Puncto Angriffsgeschwindigkeit sind die Bremer aber mindestens ebenbürtig. Und so gelangten sie auch fast immer vor das Tor, wenn sie die erste Pressinglinie der Hamburger überspielt hatten. Max Kruse hielt die Bälle, Finn Bartels und Zlatko Junuzovic starteten hinter die Abwehr. So kam auch Bremen früh nach dem Hamburger Führungstreffer zu Chancen.