Das volle Programm für die EM in Frankreich
Dieses Special wird präsentiert von: 
Hublot

11FREUNDE in Frankreich

Zwei Nasen tanken Super

Vier Wochen touren unsere Reporter durch Frankreich – der Umgang mit den Einheimischen gerät mitunter kurios. Die beiden kämpfen mit Parkuhren, stummen Vermietern und hungrige Wildschweine.

Privat

Marseille – Tour de Velodrome

Beim Spiel zwischen England und Russland holte ich meine Turnierakkreditierung ab und wollte dann zum Medieneingang. Die Zeit drängte etwas. Die Frau an der Akkreditierungsausgabe war aber die Ruhe selbst und sagte: »Kein Problem, Sie müssen einfach nur da vorne rechts rum. Könnte aber 15 Minuten dauern.« Gesagt, getan. 15 Minuten später vorbei am VIP-Eingang, diversen Vorgärten und grölenden Engländern stand ich an einem Eingang. Dort war ein älterer Herr sichtlich überfordert mit der Medienakkreditierung, er rief hilfesuchend mehrere Kollegen herbei, die alle hektisch herumfuchtelten, als hätte ich mit einer mit Nägeln verzehrten Keule um Einlass gebeten.

Der erste englischsprechende Steward wies mich freundlich darauf hin, dass ich auf die andere Seite des Stadions müsse. „Ten minutes“, gab er mir auf den Weg. Doch auch dieser sollte kein leichter sein. Vorbei an Vorgärten, grölenden Russen und kotzenden Engländern kam ich zum anderen Eingang, an dem ein Steward nur den Kopf schüttelte. Er deutete weiter in die Richtung ums Stadion, zehn Minuten nur entfernt, natürlich. Nach einer Dreiviertelstunde rund ums Velodrome kam ich schweißgebadet endlich zum richtigen Eingang des Medienzentrums. Er befand sich direkt hinter der Ausgabestelle für Akkreditierungen. Entweder wollte die Frau mir die Gegend näherbringen – oder sie hasst einfach nur deutsche Journalisten.

Flughafen Marseille – Die Mietwagen-Posse

Gleich zu Beginn unserer vierwöchigen Tour de France bekamen wir das ganze Organisationstalent Frankreichs zu spüren. Flughafen Marseille, Mietwagenschalter: Zwei lethargische Franzosen bearbeiteten die Wünsche ihrer Kunden in Super-Zeitlupe. Das Prinzip: Ein Kunde, zwei Kaffee, ein Kunde, Pause. Dabei verbreiteten die Angestellten allerdings so gute Laune, dass wir unseren Ärger fast schon wieder vergaßen. Eine der Angestellten trug stilecht ein »I love Mallorca«-Armband.


(Bild: Privat)

Nach zwei Stunden Schlangestehen begrüßte uns unser Sachbearbeiter Francois so begeistert, als seien wir gerade als einzige Kunden seit Monaten zur Türe hereingekommen. Netter Plausch, dann flockige Unterschrift von gefühlt zwölf Verträgen. Nach einer weiteren halben Stunde bemerkten wir am Wagen, dass uns der gutgelaunte Francois den falschen Wagen gegeben hatte, nämlich einen klapprigen Ford Fiesta. Also den ganzen Spaß wieder von vorne. Als wir wieder in den Mietwagenhalle kamen, gab Francois uns einfach irgendeinen Autoschlüssel. So bekamen wir einen geräumigen Wagen und obendrein einige Extras dazu: Fünftürer, Rückfahr-Kamera, integriertes Navi, USB-Anschluss. Das Glück ist dann doch mit die Dummen.

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