11FREUNDE-Astro: Die Vorschau auf den 5. Spieltag

O'zapft is!

Zum ersten Fassanschlag des Oktoberfestes gastiert der Effzeh in München, während sich in Freiburg zwei Burgen duellieren. Und am Niederrhein ist Derbytime. Kann neben reimen auch gut orakeln: die 11FREUNDE-Vorschau auf den 5. Spieltag.

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Das Freitagsspiel:

Schalke 04 gegen Mainz 05

Stimmung: Nach dem berauschenden Auswärtssiege in Paderborn ist die verkorkste letzte Saison auf Schalke abgehakt. Trainer David Wagner hält den Ball trotzdem flach und sagt, dass Schalke »in vielen Bereichen noch Luft nach oben hat«. Bloß nicht in verfrühte Euphorie verfallen. Mainz hat nach dem schwachen Saisonstart mittlerweile drei Punkte auf dem Konto, das tut der geschundenen Seele gut.

 

Personal: Schalke hat bis auf Benito Raman alle Spieler an Bord. Vor allem auf Amine Harit wird zu achten sein, der überzeugte nämlich gegen Paderborn komplett. Zum Ärger von Matze Knop. Auch in Mainz stellt man sich die Torwartfrage, die da lautet: Robin Zentner oder der wiedergenesene Tobias Müller? Der Ausgang ist ungewiss. Außerdem bangt Sandro Schwarz um Innenverteidiger Jerry St. Juste, der das Siegtor gegen Hertha erzielte. Das vergrößert die Abwehrsorgen.

 

11FREUNDE-Orakel: Schalke will den nächsten Heimsieg, Mainz in erster Linie nicht verlieren. Das misslingt dem Karnevalsverein, denn Schalke gewinnt das Spiel mit 2:0.

 

 

Die Samstagsspiele:

Bayern München gegen Köln

Stimmung: Stimmung ist bei den Bayern natürlich immer. Die Frage ist nur, wohin das Stimmungsbarometer ausschlägt. Können die Münchener sportlich derzeit nicht klagen, ist es einmal mehr Uli Hoeneß, der Öl ins Feuer gießt. Dabei herrscht Vorfreude auf den Samstag, denn ein Heimspiel steht an, außerdem ist erster Fassanschlag beim Oktoberfest. Beim FC hat es unter der Woche geknallt: Der Klub geht gegen den Böllerwerfer vom Derby vor.

 

Personal: Der Effzeh muss auf Birger Verstraete verzichten. Das schmerzt, denn der Belgier spielte bisher in allen Partien. Beim FC Bayern stehen die Zeichen nach dem Spiel in der Champions League auf Rotation. Kingsley Coman und Lucas Hernández sind leicht angeschlagen, Serge Gnabry und Jérôme Boateng könnten sie ersetzen.

 

11FREUNDE-Orakel: Stattliche 7500 Fans des FC pilgern in die bayrische Metropole. Und das nicht umsonst, denn auf dem Oktoberfest können sie ein Unentschieden feiern. Das Spiel endet 1:1, denn Manuel Neuer unterläuft ein Patzer. Wie schon Kahn 2006 gegen den FC. Es sind die Geister, die Hoeneß rief.

 

Bayer Leverkusen gegen Union Berlin

Stimmung: Es ist mittlerweile jährliche Routine unterm Bayer-Kreuz, dass Leverkusen vor der Saison zum Meisterkandidaten erkoren wird. Dass diese Prognosen haltlos sind, offenbart sich dann meistens nach wenigen Wochen. So war die Werkself gegen Dortmund chancenlos und verlor auch noch gegen den leichtesten Gruppengegner der Champions League aus Moskau. Alles andere als boszhaft. Bei Union hingegen ist zur Zeit alles eine rosarote Wolke, denn die Köpenicker stehen mit vier Punkten aus vier Spielen über dem Strich. Außerdem zelebrieren die Berliner ihre Bundesligazugehörigkeit wo sie nur können. Das zerrissene Trikot von Keven Schlotterbeck, der gegen Augsburg den ersten Platzverweis in Unions Bundesligahistorie gezeigt bekam, wanderte diese Woche ins Vereinsmuseum.

 

Personal: Der eisernste der Eisernen, Neven Subotic, ist gesperrt, dafür wird Keven Schlotterbeck spielen. Auch auf Grischa Prömel wird Urs Fischer verzichten müssen, der Mittelfeldspieler ist weiterhin verletzt. Bei Bayer kann Leon Bailey nicht auflaufen, er verletzte sich gegen Moskau. Alternativen wären mit Lucas Alario, Moussa Diaby oder Paulinho allerdings genug vorhanden. Nicht ausgeschlossen ist außerdem, dass Kerem Demirbay auf den Platz zurückkehrt.

 

11FREUNDE-Orakel: »Wir möchten spielen wie gegen Dortmund«, hieß es von Urs Fischer. Das wird schwer, denn das Spiel findet in Leverkusen statt. Bayer rehabilitiert sich nach zuletzt schwachen Auftritten und gewinnt mit 3:1.

 

Hertha BSC gegen Paderborn

Stimmung: Spielen hier schon zwei Absteiger gegeneinander? Zum Kellerduell des Spieltags empfängt die Hertha den SCP, mit einem ausverkauften Haus wird da nicht zu rechnen sein. Laut Manager Preetz möchte der Verein »ruhig und konzentriert bleiben«, solche Äußerungen sind jedoch ein erstes Anzeichen von Panik. An der Pader vertraut Steffen Baumgart auf alte Tugenden: Zweikampfstärke, Konter und Laufbereitschaft. Paderborn liegt die Außenseiterrolle.

 

Personal: Zuletzt spielte Paderborn dreimal mit der selben Startelf. Nach der Niederlage gegen Schalke erscheint es aber möglich, dass es Änderungen in der ersten Elf gibt. Bei den Berlinern fehlen Peter Pekarik und Arne Maier. Dafür drängt eine hoffnungsvolle Personalie zurück in die Startelf: Javairo Dilrosun. Außerdem zieht Coach Covic in Erwägung, eine Doppelspitze aus Vedad Ibisevic und Davie Selke aufzubieten. Das Heil liegt ja oft in der Flucht.

 

11FREUNDE-Orakel: Die beiden Abwehrreihen haben bisher jede Bundeligatauglichkeit vermissen lassen. Insofern wird es ein torreiches Spiel, das 2:2 endet und keinem Team so richtig hilft.